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Glockenguss im Oktober

Neues Geläut für Seulingen Glockenguss im Oktober

Die Glocken sind bestellt. Am Montag haben die Mitglieder des Seulinger Glockenausschusses der Kirchengemeinde St. Johannes der Täufer jetzt auch die Vorlagen für die Gestaltung der drei Glocken bestätigt. Der Guss soll im Oktober erfolgen. Am 23. Juni 2018 sollen sie zum ersten Mal läuten.

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Quelle: Rüdiger Franke

Seulingen. Anhand eines Spendenbarometers werde der aktuelle Finanzierungsstand in der Kirche angezeigt, erläutert Kirchenvorstandsmitglied Siegbert Jagemann. Mit Holzpellets sei der aktuelle Stand regelmäßig angeglichen worden. Insgesamt werden etwa 166 000 Euro benötigt. Die Pellets stehen bei 140 000 Euro. „Damit hatten wir zumindest soviel gesammelt, dass wir sagen konnten, bei dem Stand können wir bestellen“, so Jagemann.

Ganz über die Ziellinie sind die Seulinger finanziell noch nicht. „Die Spendenaktion ist sehr gut angenommen worden von der Bevölkerung“, berichtet Kirchenvorstandsmitglied Ansgar Tauchmann von verschiedenen Einzelspenden. Darüber hinaus seien aber auch bereits 69 Patenschaften für Tagesgeläute gebucht worden. In der Kirche hänge ein Kalender an der Wand, in dem diese eingetragen werden. So könne das Geläut unter anderem als Andenken für Eheschließungen oder Geburtstage gebucht werden. „Um 7, 12 und 18 Uhr läutet die Glocke zu dem Anlass“, so Tauchmann. „Damit können die Leute etwas Nachhaltiges schaffen.“ Aber auch die Aktionen mit dem Glockenwein, -honig und -brot seien alles tolle Aktionen und erfolgreiche Werbeträger gewesen. Innerhalb von eineinhalb Jahren habe man den bisherigen Stand erreicht.

Guss in Karlsruhe

„Gegossen werden die Glocken in der Gießerei Bachert in Karlsruhe“, erzählt Tauchmann. Diese hätte das günstigste Angebot abgeben. Die Mitglieder des Ausschusses seien bereits vor Ort gewesen und hätten sich die Gießerei angesehen. Da Bronze nach Tagespreis abgerechnet werde und dieser gut war, habe man die Bronze gleich gekauft. „Sie liegt bereits in Karlsruhe und wartet auf die Verarbeitung“, so Tauchmann.

„In der Gießerei wurde uns erklärt, wie die Produktion abläuft“, sagt Tauchmann. Er berichtete, dass diese in Handarbeit geschehe. „Die Arbeiter formen mit Lehmstein die Gussformen“, sagt er. Dazu würden mehrere Schichten übereinandergelegt. Die Gestaltungselemente würden ebenfalls in Handarbeit aus Wachs erstellt und in die Form eingearbeitet. „Das Wachs schmilzt wegen der hohen Temperatur und so kann die Bronze die frei werdenden Räume fließen.“

Gestaltung der Glocken

Am Montag seien die Gestaltungsvorschläge in Seulingen angekommen. Am Abend wurde im Ausschuss darüber diskutiert. Die erste Glocke wird außer St. Martin, dem Patron des Eichsfelds, das Gemeindewappen tragen, da der Rat der Gemeinde diese mit 35 000 Euro finanziere. „Die zweite, die Angelusglocke, wird eine Marienglocke“, so Tauchmann. Sie sei mit Darstellungen von Maria in der Wiese in Germershausen und der Marienfigur in der Seulinger Kirche. Die dritte Glocke sei als Patronatsglocke gedacht und trage das Bild von Johannes dem Täufer aus der Seulinger Kirche sowie das Logo der neuen Pfarrei.

Warten auf den Termin

„Wir warten jetzt auf den Termin aus Karlsruhe“, sagt Tauchmann. Der Guss werde voraussichtlich zwischen Anfang und Mitte Oktober geschehen. Daran könne die Gemeinde mit etwa 50 Personen teilnehmen. Pfarrgemeinderatsmitglied Rudolf Wucherpfennig benennt die weiteren Daten. Am 10. Mai 2018, also Himmelfahrt, sollen die Glocken geweiht werden. Dies solle bei einem großen Gemeindefest durch Weihbischof Heinz-Günter Bongartz geschehen. „Schließlich wird die Gemeinde so ein Ereignis in den kommenden 600 Jahren nicht noch einmal erleben. Das erste Läuten sei dann auf den 23. Juni datiert.

Glockenstuhl

Zwischen Weihe und Läuten müsse noch der Glockenstuhl neu gefertigt werden. Dafür lägen nach Tauchmanns Angaben auch bereits Angebote vor. Die alten Glocken sollen später neben der Kirche aufgestellt werden.Diese Anregung hätten sie von Besuchen in Heuthen und Flinsberg im Landkreis Eichsfeld mitgebracht.  „Denn zum Verschrotten sind sie zu schade“, sagt Tauchmann.

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