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Gute Aussicht trotz Verlust

Ebergötzen beschließt Haushalt Gute Aussicht trotz Verlust

134 000 Euro Fehlbetrag weist der Finanzhaushalt der Gemeinde Ebergötzen auf. Dennoch blicken Gemeinderat und Verwaltung positiv in die Zukunft. Nach einer Investitionsphase soll der Schwerpunkt der kommenden Jahre auf Entschuldung liegen. 2015 wies der Kassenbestand 772 219 Euro aus.

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Quelle: dpa

Deutlicher Anstieg bei Personalkosten

Ebergötzen. Die 100 000 Euro Fehlbetrag im Ergebnishaushalt, der sich aus der Differenz der Erträge (1 933 000 Euro) zu den Aufwendungen (2 033 000 Euro) zusammensetzt, gäben keinen Anlass zur Sorge. Der Steuerertrag der Gemeinde reduziere sich im Ansatz 2016 jedoch: Um 44 000 Euro niedriger sind die Erträge der Gewerbesteuer eingeplant, da hier aufgrund bisheriger Veranlagungen mit einem Rückgang gerechnet werde.

Die Hebesätze der Gewerbesteuer (390 Euro) sowie der Grundsteuern (für A und B jeweils 350 Euro) bewegen sich auf Vorjahresniveau. Auch die Gemeindeanteile der Einkommens- und der Umsatzsteuer bleiben nahezu unverändert.

Deutlich angestiegen sind dagegen die Personalkosten, die sich aus neuen tariflichen Einstufungen ergeben. Die Zinsaufwendungen gingen jedoch zurück, denn die Gemeinde versuche seit einiger Zeit durch Tilgungen ihre Verschuldung zu minimieren - auch für die künftigen Jahre. „Planen und Vorausschauen bis zum Ende des Planungszeitraumes 2019“, so Hiltrut Bartus-Deutsch von der Gemeindeverwaltung, erlaube diese Zuversicht.

759 000 Euro Rücklagen hat Ebergötzen noch laut Ergebnishaushalt. Trotz Fehlbetrags sei also keine Erstellung eines Haushaltssicherungskonzeptes erforderlich. „Außerdem verfügt die Gemeinde über einen ausreichenden Liquiditätsbestand, aus dem die Investitionen getätigt werden können, ohne dafür Kredite aufnehmen zu müssen“, sagte Bartus-Deutsch.

Weniger Investitionen in den kommenden Jahren

Zwischen 2007 und 2014 investierte die Gemeinde 2 985 000 Millionen Euro in die Infrastruktur. Und obgleich nun eine Entschuldung Priorität haben soll, sind dennoch mehr als 100 000 Euro einkalkuliert: etwa in einen Bauhofanbau am Dorfgemeinschaftshaus, für Grabenverrohrung, den Hochwasserschutz, die Sporthalle Holzerode, den Kindergarten oder den Grunderwerb des Pfarrheims mit Spielplatz. Eine solide Kalkulation, ein günstiger Rücklagenbestand. Und dennoch warnte Bartus-Deutsch: „Wir müssen davon ausgehen, dass die fetten Jahre erst einmal vorbei sind.“

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