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Hofläden profitieren von Fipronil-Skandal

Landolfshausen Hofläden profitieren von Fipronil-Skandal

Direktvermarkter sind die Profiteure des Fipronil-Skandals. Landwirte, die Eier und andere Produkte auf Wochenmärkten oder in kleinen Läden anbieten, würden derzeit geradezu von Kunden überrannt, sagte der Vorsitzende der Vereinigung der Norddeutschen Direktvermarkter, Eberhard Prunzel-Ulrich.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Landolfshausen. Die Vereinigung vertritt die Interessen von Landwirten, die ihre Produkte selbst auf Wochenmärkten oder in Hofläden vertreiben. Prunzel-Ulrich betreibt selbst einen Bio-Hof in Landolfshausen. Von dem Skandal seien überwiegend große Betriebe betroffen, die ihre Ställe von Fremdfirmen reinigen ließen, sagte Prunzel-Ulrich. „Kleinere Bauern können sich das gar nicht leisten, die reinigen ihre Ställe selbst.“ In Niedersachsen sind derzeit vier Betriebe gesperrt. Sie sollen mit einem niederländischen Dienstleister zusammengearbeitet haben, der ein mit Fipronil versetztes Mittel zum Reinigen der Ställe verwendet haben soll. In den vergangenen Tagen wurden bereits Hunderttausende Eier vernichtet.

Mit einem Mangel an Eiern auf dem Markt rechne er nicht, sagte Prunzel-Ulrich: Zwar hätten etliche Supermärkte und Discounter ihre Eier aus den Regalen genommen, doch würden die nichtbelasteten Eier lediglich zwischengelagert. Wenn die Aufregung um die Fipronil-Eier nachlasse, würden diese Eier wieder in den Verkauf kommen. Dies sei unproblematisch, weil Eier sehr lange auf natürliche Weise frisch blieben. Erst nach 18 Tagen sollten sie gekühlt werden.epd

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