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Wertverlust und weniger Wohnqualität

Holzerode Wertverlust und weniger Wohnqualität

In Holzerode hat sich eine Interessengemeinschaft (IG) gegründet, die einen Einwand gegen den Neubau eines Alten- und Pflegeheims an die Gemeinde Ebergötzen geschickt hat. „Aus unserer Sicht sprechen einige Faktoren gegen das Planungskonzept“, formuliert Matthias Linke stellvertretend die Kritikpunkte.

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Auf der Freifläche neben dem bestehenden Altenheim soll das neue Alten- und Pflegeheim gebaut werden.

Quelle: Richter

Holzerode. Grundsätzlich sei zu überlegen ob der geplante Neubau städtebaulich ins Ortsbild passe, fragt die IG nach vergleichbaren Objekte im Ort. Auch sei dieses Bauvorhaben auf aktuellen Bebauungsplänen und Flächennutzungsplänen gar nicht vorgesehen oder realisierbar. Die IG zählt in ihrem Schreiben verschiedene Punkte auf, gegen das Bauvorhaben an der geplanten Stelle sprechen. So seien zum Beispiel im Entwicklungskonzept der Gemeinde aktuell nur Wohngebäude gestattet.

Zusätzliches Verkehrsaufkommen

Hinzu komme das Verkehrsaufkommen durch Anlieferung- und Besucherverkehr sowie Mitarbeiter bei Tag und Nacht. Die BI verweist auf die gefährliche und unübersichtliche Ortseinfahrt und einen fehlenden Hubschrauberlandeplatz. Durch Verkehrslärm sowie Rettungswagen und Hubschrauber entstehe eine Lärmbelästigung, die Reinigungsanlagen und Großküche würden für Geruchsbelästigung sorgen und auch Lichtverschmutzung sei rund um die Uhr gegeben, weil das Gebäude nachts durchgängig beleuchtet sei.

Die IG stellt auch die Frage nach der Beteiligung an Erschließungskostenbeiträgen und wer die Kosten für zukünftige Straßenerneuerung durch gewerblichen Verkehr trage. Eine weitere Befürchtung der IG bezieht sich auf die Flächenversiegelung des Grundstücks, die nach den vorgestellten Plänen mit rund 80 Prozent beziffert werde. Dafür müsse nach Aussage der IG das aktuelle Abwassersystem ausgebaut werden.

Keine Grünflächen am Gebäude

Darüber hinaus sei es nicht tragbar, dass Bewohner und Gäste ihre Erholung auf den Gemeinschaftsflächen des Ortes finden müssten, weil keine Grünflächen am Gebäude eingeplant seien.

Weitere angemahnte Punkte nennen die Einstellplätze, die fehlende Privatsphäre in umliegenden Gärten sowie die Verschattung benachbarter Grundstücke. Hier werde eine sinnvolle Bewirtschaftung sowie Freizeitgestaltung nach Meinung der IG nicht mehr möglich sein.

Zusammenfassend erklärt die IG, dass alle genannten Punkte die Wohnqualität in einem nicht hinnehmbaren Maße beeinträchtigen und zu einer Wertminderung führen würden, weshalb die Mitglieder mögliche Zivilklagen nicht ausschließen. Sie fordern die Gemeinde auf, abzuwägen, welche Vorteile ein solches Objekt für den Ort Holzerode darstelle und verweisen dabei auf die Gewerbesteuerfreiheit von Altenheimen. rf

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