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Maßarbeit mit Muskelprotzen

Holzrücketag in Ebergötzen Maßarbeit mit Muskelprotzen

Zum dritten Mal hat Norbert Rudolph den Holzrücketag ausgerichtet. Aus fünf Bundesländern und den Niederlanden kamen die Teilnehmer mit ihren schwergewichtigen Pferden nach Ebergötzen, wo die geschickten Tiere Holzstämme auf den Zentimeter genau im Parcours platzierten. Das Publikum fieberte mit.

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Quelle: Niklas Richter

Ebergötzen. Auf Zurufe wie „Hüh“, „Hott“ oder „Brr“ reagierte Penny, setzte ihre riesigen Hufe nach links, nach rechts, blieb stehen oder ging rückwärts, ohne über den 200-Kilo-Holzstamm zu stolpern. Den zog sie im Slalom oder über andere Stämme oder legte ihn als Wippe ab. Augen und Ohren der immerhin schon 20-jährigen Ardenner-Stute waren ganz auf den Mann hinter ihr gerichtet.

Viele Menschen, Geräusche, Hunde, Lautsprecher

Volker Schmelz ist aus dem hessischen Niedermoss angereist. Seine Rückepferde bildet er selbst aus. „Penny ist völlig gelassen bei Wettbewerben“, sagte Schmelz. Anders als im Wald fehle bei Wettkämpfen nämlich die Ruhe bei der Arbeit. „Viele Menschen, Geräusche, Hunde, Lautsprecher, das alles kann die Pferde schon nervös machen“, erklärte Schmelz. Penny zeigte sich im Trubel völlig entspannt, guckte nur mal stolz ins Publikum, wenn Applaus und Jubel ihre guten Leistungen belohnten.

Schwierigkeiten bereiteten eher die vom Regen glitschig gewordenen Baumstämme, die manchmal einfach weiterrutschten. Bei einer zugewachsenen Rückegasse mussten die Pferde dann mutig durchs Gestrüpp marschieren, und der Pferdeführer sollte ebenfalls wissen, wohin er seine Füße setzte, um nicht vom Stamm getroffen zu werden.

Zum dritten Mal hat Norbert Rudolph den Holzrücketag ausgerichtet. Aus fünf Bundesländern und den Niederlanden kamen die Teilnehmer mit ihren schwergewichtigen Pferden nach Ebergötzen, wo die geschickten Tiere Holzstämme auf den Zentimeter genau im Parcours platzierten. Das Publikum fieberte mit.

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Die meisten der Teilnehmer setzen ihre Pferde auch zur Arbeit ein. Aufträge gibt es unter anderem dort, wo Maschinen schlecht hinkommen. „Die Schwerpunkte liegen dabei in landwirtschaftlicher oder forstwirtschaftlicher Nutzung“, erklärte Rudolph, der mit seinen Pferden auch im Wald Holz rückt. Die Waldarbeit mit Pferden sei viel schonender als mit Maschinen. „Wo ein Pferd Holz gerückt hat, wachsen im nächsten Jahr wieder Bäume, wo Maschinen waren, wächst jahrelang nichts mehr“, vergleicht er.

Rudolph hatte in diesem Jahr sein Nachwuchspferd Jack beim Holzrücketag vorgestellt. Der Rheinisch-Deutsche-Kaltblutwallach ist erst drei Jahre alt und noch am Anfang seiner Ausbildung. Seit einem halben Jahr arbeitet Jack im Geschirr.
Während der erste Tag der Veranstaltung in Ebergötzen den Einspännern gewidmet war, sollen am Sonntag die Zweispänner Teamarbeit und Geschicklichkeit unter Beweis stellen. Um 9 Uhr soll es losgehen.

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