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Landkreis droht Familie Gaarz mit Tierhaltungsverbot

Pferdehof Landkreis droht Familie Gaarz mit Tierhaltungsverbot

Seit mehr als 25 Jahren betreibt Familie Gaarz einen landwirtschaftlichen Hof mit neun Pferden und Ponys, jedoch ohne Genehmigung für Tierhaltung. Wegen fehlender Gutachten droht der Landkreis nun mit einem Tierhaltungsverbot.

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Waake.  Seit vier Jahren betreibt Tochter Lisa Gaarz zusätzlich einen Reiterhof auf dem Gelände, das laut Angaben des Landkreises Göttingen nicht baugenehmigt ist für Tierhaltung in dieser Größenordnung.

„Als wir damals das Grundstück gekauft haben, war uns nicht bewusst, dass wir eine solche Genehmigung benötigen“, sagt Astrid Gaarz. Die Familie habe in all den Jahren Pferde und Ponys gehalten, bis im Jahr 2014 der Brief vom Landkreis kam. Eine Nachbarin habe sich über Gerüche beschwert. „Das hat den Stein ins Rollen gebracht“, beschreibt Thomas Gaarz. Daraufhin seien verschiedene Gutachter vom Landkreis gekommen, um die Anlage auf Aspekte bezüglich Emissionsschutz, Abfallrecht und Wasserrecht zu prüfen. Resultat: die Tierhaltung sei unter diesen Umständen nicht genehmigungsfähig. Eigentümer Thomas Gaarz lies daraufhin für mehrere Tausend Euro sogenannte Geruchsgutachten vom TÜV anfertigen. „Diese hat der Landkreis allerdings nicht anerkannt“, sagt Thomas Gaarz.

„Die Familie wurde mehrmals dazu aufgefordert, die Situation vor Ort zu verändern“, sagt Andrea Riedel-Elstner, stellvertretene Pressesprecherin des Landkreises Göttingen. Gesetzliche Vorgaben wie Dunklagerstätten und Jauchegruben in dichten Anlagen könne die Familie laut Angaben des Landkreises nicht erfüllen. „Es muss was passieren“, sagt Riedel-Elstner.

Bis Ende März habe die Familie nun Zeit, etwas zu ändern. Tochter Lisa sei dabei, eine andere Unterkunft für Pferde und Reitschule zu suchen. „Das braucht aber Zeit“, meint Mutter Astrid. Sie hingegen wolle einige Tiere bei sich am Hof behalten. „Meine Frau hat seit ihrem 14. Lebensjahr Ponys, wenn uns der Landkreis ein endgültiges Tierhaltungsverbot ausspricht, werden wir weggehen müssen“, sagt Thomas Gaarz.

Von Helena Gries

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