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Osterausstellung im Brotmuseum

Feuerbäcker eröffnet umgestaltetes Café Osterausstellung im Brotmuseum

Die Osterausstellung gehört zum Brotmuseum wie das Gelbe zum Ei. Es gab sie schon, als der Museumsstandort noch in Mollenfelde war. Auch in Ebergötzen werden die altgedienten Exponate Jahr für Jahr mit neuen Ausstellungsstücken ergänzt und variiert.

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Wilhelm Bruinjes.

Quelle: ku

Ebergötzen. Diesmal sind es mit Sütterlin-Schrift und filigranen Ornamenten verzierte Ostereier aus dem 19. Jahrhundert. Schon 1847 habe Eduard Mörike die Frage geklärt, ob die Henne oder das Ei zuerst da war, sagt Museumsgeschäftsführer Wilhelm Bruinjes und zeigt schmunzelnd auf eine Abschrift des Dichters: „Die Gelehrten und die Pfaffen stritten sich mit viel Geschrei: Was hat Gott zuerst erschaffen, wohl die Henne, wohl das Ei? Wäre das so schwer zu lösen? Erstlich ward ein Ei erdacht, doch weil noch kein Huhn gewesen, drum hat‘s der Hase gebracht.“

Hasen- und Osterlamm-Backformen aus Keramik, Ostermänner mit Eierbäuchen, die früher als Patengeschenk überreicht wurden, Ausstechformen, ein Osterzopf aus Griechenland, aus Brotteig gebackene Tiere, Sonnenräder und Osterfladen sind in weiteren Vitrinen ausgestellt.

„Auch die Dauerausstellung wurde überarbeitet, unser hochmotiviertes Team hat die Winterpause genutzt“, sagt Bruinje und zeigt auf die neu gestrichenen Wände der Ausstellungsräume in themenbezogenen Farben – vom Korn zum Brot. Im Frühjahr soll noch das Treppenhaus umdekoriert werden.

Seit Einbau eines Fahrstuhls im vergangenen Jahr ist das Museum barrierefrei. Die Fotoausstellung „Menschen und Brot“ wird bis Jahresmitte 2016 verlängert. Am 26. April ist eine Einweihungsfeier für den Feuerbäcker geplant, der noch im März das umgebaute Café am Museum mit transparenter Backstube und frei stehendem Tresen eröffnen will: Aus dem Backstübl wird das „Holz.Ofen.Café“.

Auch das Bäcker-Elektromobil von 1939, das ebenso wie mittelalterlicher Wehrturm, Remise mit Großgeräten, Baumlehrpfad, Backöfen aus der Stein- und Römerzeit, Apotheker und Getreidegarten, Wassermühle und Bockwindmühle zum Museumsensemble gehört, soll wieder fahrtüchtig gemacht werden. Der Motor ist bereits neu gewickelt, allein die Bleibatterien wiegen 1,2 Tonnen.

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