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Panne lässt Poller-Streit hochkochen

Unmut in Bernshausen Panne lässt Poller-Streit hochkochen

Die Freude bei vielen Anwohnern währte nicht lange: Die neuen Poller, die Mitte Juni im Bernshäuser Neubaugebiet aufgestellt wurden, sind auf Geheiß der Gemeinde wieder entfernt worden - zum Unmut vieler Anwohner.

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Die neuen Poller, die Mitte Juni im Bernshäuser Neubaugebiet aufgestellt wurden, sind auf Geheiß der Gemeinde wieder entfernt worden - zum Unmut vieler Anwohner.

Quelle: r

Bernshausen. Streit um Poller gibt es nicht nur in der Duderstädter Fußgängerzone. Schon vor zwei Jahren hatten Anwohner des Bernshäuser Neubaugebietes Unterschriften dafür gesammelt, die provisorischen Pfosten zwischen Hans-Berckefeldt-Straße im Baugebiet Hinter den Höfen II und Alter Landstraße im neuen Abschnitt Hinter den Höfen III beizubehalten.

Die Gemeinde lehnte das ab, der Unmut war groß. Im Bebauungsplan seien keine Poller vorgesehen, die Straße werde überwiegend von Anwohnern genutzt, sagte Gemeindebürgermeister Harald Finke (CDU) damals und verwies auf mangelnde Wendemöglichkeiten, Rettungs- und Versorgungswege. Eine Sperre mache keinen Sinn, man könne nicht alle Straßen zu Sackgassen machen. Auch einige Anwohner sprachen sich vehement gegen die Poller aus.

Eine neue Hoffnung

Neue Hoffnung schöpften die Poller-Fürsprecher, als jetzt im Zuge des Straßenausbaus Hinter den Höfen III die Baufirma doch Sperrpfosten installierte. Die seien so gesetzt worden, dass der Schwerlastverkehr sie nicht passieren konnte und andere Fahrzeuge zum Langsamfahren gezwungen wurden, sagt Josef Schaberg aus der Hans-Berckefeldt-Straße.

Anwohner bangt um Sicherheit für Kinder

Erbost ist Schaberg, dass die in der Ausschreibung enthaltenen Poller jetzt wieder demontiert worden sind: „Es ist ein Witz, was mit den Anwohnern gemacht wird.“ Allein in der Hans-Berckefeldt-Straße würden 16 Kinder leben, bei Öffnung werde die Wohnstraße auch als Abkürzung zum überörtlichen Verbindungsweg Bernshausen-Gieboldehausen genutzt. „Kinder zählen nicht“, ereifert sich Schaberg über die „neue Schnellstraße“ und wirft dem Rat vor, den Sicherheitsaspekt zu vernachlässigen.

Bürgermeister verweist auf Ratsbeschluss

Gemeindebürgermeister Harald Finke (CDU) räumt ein, dass die Poller in der Ausschreibung enthalten gewesen seien, verweist aber auf den Ratsbeschluss vom September 2014. Der schließe die ursprünglich angedachte Verkehrstrennung der Baugebiete Hinter den Höfen II und III ausdrücklich aus. Es sei weder erklärlich noch vorgesehen, Ausschreibungstexte öffentlich zu machen, sagt Finke. In jedem Fall sei ein formeller Ratsbeschluss höher anzusiedeln als ein eventueller Kommunikationsfehler bei einer Ausschreibung: „Zudem können geringfügige Veränderungen während einer Baumaßnahme einfließen.“ Die gelieferten Poller im Wert von rund 250 Euro würden nicht in die Erschließungsrechnung für die Anwohner einfließen und sollen zur Sperrung eines gemeindeeigenen Weges verwendet werden.

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