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Partnerwahl vom Geruch abhängig

Besucher der Waaker Erzählcafés erfahren viel Wissenwertes rund um die Welt der Düfte Partnerwahl vom Geruch abhängig

Die facettenreiche Welt der Düfte und des Riechens ist am Dienstag das Thema beim Erzählcafé in Waake gewesen. Rund 40 Interessierte sind hierzu in das Dorfgemeinschaftshaus gekommen.

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Birgit Diercks stellt Besuchern des Erzählcafes im Waaker Dorfgemeinschaftshaus duftende Kostproben aus ihrer Manufaktur vor.

Quelle: Lüder

Waake. „Der Geruchssinn ist der unmittelbarste der menschlichen Sinne“, erläuterte Sabine Tolle vom Erzählcafé Waake zum Auftakt. Während visuelle, akustische oder haptische Signale erst in der Großhirnrinde des Gehirns verarbeitet werden müssten, würden „Düfte im Gehirn direkt auf das limbische System wirken, wo Emotionen verarbeitet und Triebe gelenkt werden.“

Tolle: „Wenn man zum ersten Mal einen Raum betritt oder einen unbekannten Menschen trifft, ist es in der Regel der Geruchssinn, der einem den ersten Eindruck verschafft.“
Die menschliche Erinnerung sei eng mit Düften und Gerüchen verknüpft.

Ein Geruch könne Menschen in eine lange zurückliegende und längst vergessene Situation zurückversetzen Verknüpft sei der Geruchssinn eng mit dem Geschmackssinn. Erst diese Verknüpfung liefere ein differenziertes Geschmackserlebnis. Ein gesunder Mensch könne mehr als 10000 verschiedene Duftnoten unterscheiden, erfuhren die Zuhörer.

Auch die Partnerwahl sei vom Geruch abhängig. Wenn zwischen zwei Menschen „die Chemie stimmt“, könne man das durchaus wörtlich auf den Geruch der beiden beziehen. Denn die Duftmoleküle, die ein Mensch absondere, enthielten Informationen über die Beschaffenheit seines Erbgutes.

Susanne Hollerbaum vom Team des Erzählcafes erinnerte an Redewendungen, die sich mit dem Riechen befassen und bat das Publikum, einige Beispiele zu nennen. „Ich kann dich nicht riechen“, „Eigenlob stinkt“ und „Immer der Nase nach“ fielen den Gästen spontan ein. Mehrmals streute Hollerbaum kurze Anekdoten ein. So erfuhren die Zuhörer, dass Friedrich von Schiller in seinen Pult faule Äpfel deponiert habe, die ihn „beflügeln“ sollten.

Zwischendurch berichtete Birgit Diercks über ihre Manufaktur in Seeburg, in der sie Naturseifen und Raumdüfte herstellt. Sie ließ Proben dieser Düfte herumgehen und erläuterte, wie diese auf Menschen wirken können.

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