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Schneewittchensarg und mehr

Volvotreffen in Landolfshausen Schneewittchensarg und mehr

Zufrieden haben sich die Organisatoren Matthias Broderius und Hans Töllner über die Resonanz auf das erste Volvotreffen in Landolfshausen geäußert. Rund 50 Fahrzeuge vom Baujahr 1950 bis zu aktuellen Modellen waren auf dem ehemaligen Raiffeisengelände und bei der Ausfahrt durch das Eichsfeld zu sehen.

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Quelle: rf

Landolfshausen. "Bei mir fing es vor vier Jahren an", erzählt Töllner. Sein Vater hatte ihm einen alten Volvo geschenkt. "Und von Tag zu Tag ist die Liebe gewachsen." Sicher, langlebig und robust seien die Fahrzeuge des schwedischen Herstellers, betont er. "Sie wurden gebaut, um lange zu fahren", sagt er.

Und das tun seine beiden. "Ich habe zwei 740er-Modelle", berichtet der Koch. Der Kombi sei bereits rund 660000 Kilometer gelaufen und die Limousine immerhin auch schon etwa 300000 Kilometer. Und Volvo sei bereits in den 1980er-Jahren bei den Themen Abgas und Sicherheit sehr fortschrittlich gewesen. Immerhin habe der Hersteller den Dreipunktgurt entwickelt. Auch seien bereits geregelte Katalysatoren eingebaut worden, so dass Töllner auch heute noch eine grüne Abgasplakette erhält.

Auch wenn es manchmal so klinge, als ob der Motor nicht ganz rund laufen würde "Volvos hören sich rauer an als andere Fahrzeuge." Doch das sei egal, wenn sie dafür lange halten. Und sollte etwas kaputt gehen, bekommt er über Broderius schnell ein Ersatzteil, denn der Seeburger betreibt einen Ersatzteilhandel für die Marke.

Fachsimpeln am Lagerfeuer

Wegen ihrer Leidenschaft für Volvo kamen Töllner und Broderius auf die Idee ein Treffen machen zu wollen. "Ich mag solche Treffen", erzählt Töllner. Allerdings habe es bislang keines für alle Volvomodelle gegeben. Deshalb entschieden sie eines Tages: "Dann organisieren wir eben eins."

Und die Teilnehmer kamen aus Bielefeld, Hamburg und sogar Regensburg nach Landolfshausen. "Die zentrale Lage in Deutschland ist natürlich von Vorteil", sagt Broderius. Mit den rund 50 Teilnehmern sind sie für die Premiere sehr zufrieden. "Damit haben wir nicht unbedingt gerechnet, als wir mit den Planungen begannen", so Broderius.

Das älteste Fahrzeug kam aus der Region, Holger Willuhns schwarzer P 444 aus dem Jahr 1950, im Volksmund "Buckelvolvo" genannt. Aber auch ein "Schneewittchensarg", die Komibivariante des P 1800 war zusehen, so genannt wegen seiner großen gläsernen Heckscheibe.

Nach der Ausfahrt stand das Fachsimpeln am Lagerfeuer auf dem Programm. Dabei wurden Stärken und Schwächen der Schweden diskutiert oder auch mal Scherze über den "abgeschnittenen Motor" des Nachbarn gemacht, bei dem nur fünf und nicht wie der eigene sechs Zylinder unter der Haube arbeiten. Am Ende desTagestand dann das positive Fazit über ein gelungenes Treffen.

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