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Ehrenamt mit hoher Verantwortung

Verabschiedung des Gemeindebrandmeisters Ehrenamt mit hoher Verantwortung

Während einer Feierstunde hat Radolfshausens Samtgemeindebürgermeister Arne Behre (SPD) Gemeindebrandmeister Heinz-Uwe Koch nach 18 Jahren aus dem Dienst verabschiedet und zum Ehrengemeindebrandmeister ernannt.

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Arne Behre (re.) gratuliert Heinz-Uwe Koch.

Ebergötzen. Er beauftragte Marcel Hartelt und dessen Stellvertreter Felix Jung mit der Nachfolge.

Behre hob Kochs Engagement hervor. In dessen Amtszeit seien unter anderem neun Fahrzeuge für die Feuerwehren der Samtgemeinde angeschafft worden. „Ich war von klein auf über die Familie in der Feuerwehr involviert“, sagt Koch. Sein Vater war Kreisausbildungsmeister. „Das war dann irgendwann vorgegeben.“ Bis heute begleitet ihn der Idealismus zum Beruf. Im Feuerwehrzentrum Potzwenden kümmert er sich für den Landkreis um den Bereich Atemtechnik. „Das ist nicht nur ein Job“, sagt er. „Von der Arbeit hängt das Leben von Kameraden ab.“

Die Feuerwehr bestimmt aber auch außerhalb des Berufs Kochs Leben. Seit 18 Jahren steht er als Gemeindebrandmeister in der Öffentlichkeit und an 365 Tagen im Jahr zur Verfügung. „Ich hatte immer den Melder in der Tasche“, erzählt er. Außerdem sei immer mehr Büroarbeit hinzugekommen; pro Woche waren es am Ende etwa vier Stunden. Auch sei das Ehrenamt mit hoher Verantwortung verbunden. „Es ist zwar alles reglementiert“, sagt er. „Aber manchmal kommt ein Punkt, an dem man eine Entscheidung treffen muss.“ Und manch tragische Einsätze trage man sein ganzes Leben mit sich. Er erinnert sich aber auch an außergewöhnliche wie Eisrettung auf dem Seeburger See oder die Bergung von Pferden aus dem Teich in Falkenhagen.

„Was am meisten Spaß macht, ist das Zeltlager der Jugendfeuerwehren“, berichtet Koch. Seit 1983 sei er an der Ausrichtung der Lager mit 400 bis 700 Teilnehmern beteiligt. Die Arbeit mit der Jugend sei ihm wichtig. „Es ist schön zu sehen, wie aus Kindern Feuerwehrleute und später auch Führungskräfte werden“, sagt er. Er bedauert aber, dass zu wenige von der Jugend zu den Aktiven wechseln. Heinz-Uwe Koch würde immer wieder zur Feuerwehr gehen, „weil die Feuerwehr eine gute Gemeinschaft ist und man etwas für die Allgemeinheit tut“. rf

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