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Rockmusik zu Gunsten von Kimbu

"Rock unterm Hünstollen" Rockmusik zu Gunsten von Kimbu

Sechs Bands haben am Sonnabend den Hünstollen gerockt. Seit 2011 wird "Rock unterm Hünstollen" gefeiert. Die Idee von Julia Ronge hat nicht nur das Dorfleben bereichert, sondern mit den Konzerten wird auch kranken Kindern geholfen.

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Quelle: Soeren Kracht

Holzerode. Von den Bands, die diesmal dabei waren kamen nur AlexMax&Mo (Göttingen/Braunschweig) und Best before Monday (Hann. Münden) aus der Region. Die weiteste Anreise hatte die Musiker von Kompass, die aus Rheinland-Pfalz nach Holzerode gekommen waren. Außerdem standen Bazouka Groove Club (Marburg), Jahm (Unna) und C for Caroline (Hannover) auf der Bühne. Die Zahl von sechs Bands pro Auflage habe sich in den vergangenen Jahren als optimal für den Zeitrahmen des Festivals erwiesen. „Alle Musiker, die hier dabei sind, verzichten für den guten Zweck auf ihre Gage“, sagte Ronge. 

Den guten Zweck würdigten die zahlreichen Besucher auch diesmal, und feierten von der ersten Band an, gemeinsam mit den jeweils auf der Bühne stehenden Musikern, ein großes Fest. Dabei ließen sie sich auch nicht vom einsetzenden Regen stören. Zur Unterstützung der Arbeit von Kimbu konnten die Besucher auch Lose für eine Tombola erwerben, hier gab es unter anderem ein Fahrrad zu gewinnen.  

Ulrike, Frank und Julia Ronge wollen auch in den kommenden Jahren wieder eine Rock unterm Hünstollen-Veranstaltung organisieren. „Wir sind vom Interesse an unserem Event begeistert, und wollen uns weiterhin für Kimbu engagieren“, erklärte Ulrike Ronge. Die siebte Auflage soll noch lange nicht die letzte gewesen sein. 

Die Erstauflage von Rock unterm Hünstollen kam 2011 zustande, weil Julia Ronge ihre Eltern Ulrike und Frank fragte, ob es nicht möglich sei in Holzerode ein Konzert für Jugendliche auszurichten. Die Eltern fanden die Idee gut und begannen selbst ein Konzert zu organisieren.

„Wir wollten die Einnahmen aber nicht für uns behalten, und haben deshalb überlegt, an welche Organisation wir spenden können“, erklärte Organisatorin Ulrike Ronge. Dabei seien sie auf die häusliche Kinderkrankenpflege Kimbu in Göttingen gestoßen. Die dortigen Verantwortlichen seien von der Idee begeistert gewesen, und nach der ersten Veranstaltung seien sie dann auch dabei geblieben an Kimbu zu spenden. 

„Bei den bisherigen sechs Auflagen konnten wir bereits 29 700 Euro spenden“, berichtete Ronge. Auch bei der jetzigen siebten Austragung wurde der Erlös erneut an die Kinderambulanz weitergeleitet. Wie sehr sich die Veranstaltung, die nach wie vor nur von Familie Ronge organisiert wird, auch über die Grenzen Holzerodes bekannt ist, zeigt, dass sich Bands aus ganz Deutschland um die Teilnahme bewerben. „Welche Bands teilnehmen entscheiden meine Tochter und ich. Hierzu hören wir uns Songs von ihnen an, denn die Bands müssen zu uns und unserer Veranstaltung passen“, erläuterte Ronge. So gebe es bei Rock unterm Hünstollen keinen Hardrock. 

Dass Ulrike Ronge und ihre Familie immer noch als Privatpersonen das Event ausrichten liege daran, dass sie Spaß daran hätten Veranstaltungen zu organisieren. Außerdem sei es ihnen nicht nur gelungen zahlreiche Helfer  zu finden, sondern auch Sponsoren, die die Fix-Kosten, wie für die Bühne, übernehmen. Und die Gemeinde Ebergötzen stellt den Veranstaltungsort, den Grillplatz unterhalb des Hünstollens kostenlos zur Verfügung. 

 „Uns war wichtig, dass wir nicht als Familie auf den Kosten sitzen bleiben, wenn die Veranstaltung kein Erfolg werden sollte“, so die Organisatorin. Daher könnten auch alle Einnahmen, die über die entstandenen Kosten hinausgehen ohne Abzug an Kimbu weitergegeben werden. 

Von Vera Wölk

Ein Großteil der 45 Helfer bei Rock unterm Hünstollen ist bereits von Anfang an dabei. Ein Grund dafür sei, dass der Erlös der Veranstaltung an die häusliche Kinderkrankenpflege Kimbu in Göttingen geht. „Außerdem sind wir ein gutes Team“, erklären Annette, Jan und Martin. Gemeinsam standen sie, wie in den vergangenen Jahren, in der Grillbude und versorgten die hungrigen Besucher.

Annette hat die Familie Ronge über die Arbeit im Dorf kennengelernt und ist von Beginn an von der Idee begeistert gewesen. „Die meisten Helfer habe ich 2011 angesprochen, ob sie bereit sind, uns bei unserer Idee zu unterstützen. Und seitdem sind sie immer wieder gern dabei“, berichtete Organisatorin Ulrike Ronge.  

Aber auch neue Unterstützer seien jederzeit willkommen. Ebenfalls seit der ersten Auflage sind Tanja und Jürgen im Helferteam. Auch bei ihnen habe der gute Zweck den Ausschlag gegeben, die Veranstaltung zu unterstützen. Über die Jahre haben sie sich mit ihren Mitstreitern hinter der Theke zu einer tollen Mannschaft entwickelt. „Wir freuen uns immer das ganze Jahr über auf Rock unterm Hünstollen“, sind sie sich einig, dass sie auch bei den kommenden Auflagen dabei sein wollen.

Erstmals mit im Team war Laila, sie freute sich auf die Veranstaltung und war gespannt was sie alles erwarten würde. Ihren Bruder Leon, der am Wochenende bei ihr zu Besuch war, hatte sie auch gleich noch als Helfer mitgebracht.   ve

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