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Saisoneröffnung im Brotmuseum Ebergötzen

Museum zum Anfassen Saisoneröffnung im Brotmuseum Ebergötzen

Mehr als 15 000 kleine und große Brotliebhaber haben das Europäische Brotmuseum in Ebergötzen im vergangenen Jahr besucht. Die aktuelle Saison begann am Dienstag, 1. März, mit renovierten Räumen, neuem Konzept und Sonderausstellungen.

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Saisoneröffnung in den renovierten Räumen des Brotmuseums Ebergötzen: Agnieszka Steuerwald und Wilhelm Brünjes.

Quelle: Vetter

Ebergötzen. „Vom Korn zum Brot“ haben die Ebergötzer die Räume farblich neu gestaltet, erklärte Agnieszka Steuerwald. Je nach Stadium wechselt so die Raumfarbe von braun, über die helle Farbe des Mehles, bis hin zum Raum, der den Besuchern gesunde, ökologische Lebensmittel vorstellt - in frischem Grün, denn „satt ist nicht genug“, so Steuerwald.

Besucher können selbst testen

Im Brotmuseum finden sich mehr als 100 verschiedene Laibe aus vielen Gegenden Deutschlands und Europas. „Je nördlicher, umso mehr Roggen, je südlicher, desto häufiger verwendeten Bäcker Weizen,“ verriet Steuerwald. Selbst ein versteinerter Laib aus der Römerzeit stellt die Sammlung des Museums aus.

Noch älter sind einige Werkzeuge, mit denen Menschen einst Korn bearbeiteten. Manche oft in der Umgebung gefundene Werkzeuge datierten Forscher in die Jungsteinzeit, sind also rund 7000 Jahre alt. Ein Museum zum Anfassen: Viele Ausstellungsstücke können Besucher künftig selbst austesten. „Hat man Korn, so fehlts am Winde, hat man Wind, so fehlt das Korn,“ schrieb Wilhelm Busch, der in Ebergötzen aufwuchs. Viele Erzählungen des Dichters spielen in der Gegend.

Laibe aus früherer Zeit

Die Mühle, die im vergangenen Jahr noch als Fernsehkulisse diente, bekam rechtzeitig zur Saisoneröffnung neue Segel von Müller Dirk Gantz verpasst. Im Hof des Museums laufen nun die letzten Vorbereitungen: Ein neuer Bäcker zieht in das umgestaltete Hofcafé und wird hinter einer Glasfront seine Backwaren herstellen. Im Garten säen die Mitarbeiter bald wieder alte Getreidesorten auf die Felder; rekonstruierte Backöfen backen dann Laibe wie in früheren Zeiten aus.

Wegen des großen Besucherinteresses wurde die Sonderausstellung „Menschen und Brot“ verlängert. Zudem plant das Museum viele weitere Aktionen in den kommenden neun Monaten.

Termine

Noch bis zum 27. November 2016, dem Ende der aktuellen Saison, zeigt das Europäische Brotmuseum die Fotosonderausstellung „Menschen und Brot“. Von Sonntag, 13. März, bis Sonntag, 24. April, werden in einer Oster-Sonderausstellung Ostereier, aber auch Ostergebäcke ausgestellt.

Am Ostermontag, 28. März, backen ab 14 Uhr die Mitarbeiter gemeinsam mit Besuchern Osterbrote. Beim Tag des deutschen Brotes am Sonntag, 24. April, steht ebenfalls ab 14 Uhr eine Backaktion mit der Bäckerin des Museums auf dem Programm. Interessierte können sich hierfür beim Brotmuseum unter Telefon 0 55 07 / 99 94 98 anmelden. Der deutsche Mühlentag findet am Pfingstmontag, 16. Mai, statt.

Neben Waffelverkauf und Spielstationen bietet das Museum für die kleinen Besucher eine Rallye zu „8000 Jahre Brotkultur“ an. Am Sonntag, 22. Mai, bieten die Mitarbeiter am Internationalen Museumstag wieder verschiedene Mitmachaktionen an.

Der Internationale Museumstag lockt am Sonntag, 22. Juni, mit zahlreichen Aktionen. Von Sonnabend, 1. Oktober, bis zum Ende der Saison wird eine Erntedank-Sonderausstellung gezeigt. Am 2. Oktober können Besucher wieder Brot backen; auch hierfür bittet das Museum um telefonische Anmeldung. gm

Weitere Informationen zum Brotmuseum gibt es unter www.brotmuseum.de

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