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Schwimmen im Seeburger See wird teurer

Hoher Sanierungsbedarf Schwimmen im Seeburger See wird teurer

Mehr Geld für einen Besuch des Freibads im Seeburger See hinlegen müssen die Badegäste ab der kommenden Saison. Die Gemeinde Seeburg, die das Naturschwimmbad betreibt, erhöht die Eintrittspreise um bis zu mehr als zehn Prozent.

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Vermooste Steine, poröse Folie: Für die Wasserberg-Spiellandschaft im Freibad soll ein Sanierungsgutachten erstellt werden.

Quelle: Schauenberg

Seeburg. Trotz des Saison-Spätstarts wegen der Munitionssuche im See konnten die Einnahmen in diesem Jahr die laufenden Kosten ausgleichen. Allerdings mussten rund 30 000 Euro investiert werden, um neue Chlor-Dosierungsanlagen für das Kinderplanschbecken und den Wasserberg – die Spiellandschaft mit Rutsche und Findlingen hinter den Umkleidekabinen – einzubauen. Und damit ist es noch nicht getan. Während die Anhebung der Eintrittspreise kommentarlos und einstimmig den Gemeinderat passiert hat, wurde lebhaft über die Zukunft des in die Jahre gekommenen Wasserberges diskutiert, der weiter auf dem Prüfstand steht. Wegen Verletzungsgefahr dringlich ist  die Erneuerung der Folie für die Wasserlandschaft. Da auch Fugen ausgebessert und weitere Arbeiten durchgeführt werden sollen, sind im Etat vorsorglich 20 000 Euro vorgesehen.

 
Die Folienerneuerung sei allerdings keine dauerhafte Sanierung, gab Bürgermeister Harald Finke (CDU) zu bedenken. Für einen kompletten Neuaufbau liege eine Kostenschätzung in Höhe von rund 130 000 Euro vor. Auch der Einsatz von Solartechnik zum Wärmen des Wassers sei angefragt gewesen, wegen der Verschattung in diesem Bereich aber davon abgeraten worden. Einig waren sich die Ratsmitglieder, den bei Familien beliebten und zur Attraktivität des Freibades beitragenden Wasserberg nicht in Frage zu stellen. Mehrheitlich folgten sie dem Vorschlag von Carsten Stralucke (Grüne), einen Gutachter einzuschalten, um Schäden zu untersuchen und Lösungsmöglichkeiten aufzuzeigen: „Statt Geld in den Sand zu setzen, sollten wir zunächst die Zukunftsfähigkeit prüfen.“ Lothar Goldmann (Grüne) merkte an, dass es dringlichere Projekte wie die Straßensanierung Heckenkrug und die Kita-Betreuung gebe: „Wir können nicht alles machen, was machbar ist – und sollten eine Prioritätenliste aufstellen.“

 
Offene Türen bei Gemeinde und Ratsmitgliedern eingelaufen hat ein Spender, der anonym bleiben möchte und Geld für eine behindertengerechte Treppe zum Einstieg in den See zur Verfügung gestellt hat. Die Gemeinde hat ein Angebot über 1428 Euro eingeholt, der Spender daraufhin seinen Beitrag von 500 auf 700 Euro aufgestockt. Finke begrüßt die „rundum gute Idee“ als weiteren Baustein für einen barrierefreien See nach den Parabooten des Bootsverleihs. Von Badegästen mit Handicap und Senioren sei er schon mehrfach auf das Problem der steilen Schwimmleitern am Steg angesprochen worden, berichtet Freibad-Betreuer Dieter Weidemann. Für Abhilfe soll die vom Seeufer aus begehbare, einen Meter breite Treppe mit Geländer, vier Stufen mit rutschfesten Auflagen und Knickgelenk zum Abbau im Winter sorgen.

Auch Minigolf-Entgelte steigen

Eine Tageskarte für das Freibad Seeburger See kostet Erwachsene ab der kommenden Saison 2,70 statt bisher 2,50 Euro, Kinder 1,40 statt 1,30 Euro. Der Preis für die vor allem bei Einheimischen beliebte Familienjahreskarte steigt von 43 auf 48 Euro, der Preis für eine Urlauber-Familienkarte von 32 auf 35 Euro. Zehnerkarten kosten künftig 23 statt 20 Euro, für Kinder 12,50 statt 11 Euro. Die Jahreskarte für Einzelpersonen verteuert sich von 29 auf 33 Euro, für Kinder von 18 auf 20 Euro. Die Freibad-Entgelte wurden zuletzt 2014 und 2011 angehoben. Vor fünf Jahren kostete eine Tageskarte noch 2,20 Euro, eine Familienkarte für die komplette Saison 38,50 Euro. Die Beratung über Freibad-Berechtigungskarten für Campinggäste wurde auf Antrag der CDU im öffentlichen Teil der Gemeinderatssitzung abgesetzt. In der vergangenen Saison wurde  auf Antrag der Campingplatz-Betreiber Deborah und Ralph Liemburg für die Camper erstmals ein Pauschalbetrag an die Gemeinde gezahlt. „Wir haben damit gute Erfahrungen gemacht“, sagt Ralph Liemburg: „Die Gäste waren sehr zufrieden damit und haben das Angebot genutzt, um ihre Freizeit flexibler zu gestalten.“ Moderat angehoben werden im kommenden Jahr auch die Entgelte für die Minigolfanlage am Freibad. Für eine Runde Minigolf zahlen Erwachsene künftig 1,70 statt 1,60 Euro, Kinder einen Euro statt 90 Cent.

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