Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Noch fehlen 106 000 Euro für neues Geläut

Kirchweihfest der Gemeinde St. Johannes der Täufer Noch fehlen 106 000 Euro für neues Geläut

Ein gutes Drittel des Geldes haben sie zusammen, doch noch immer fehlen der Seulinger Glockengruppe 106 000 Euro. 166 000 Euro kosten die drei neuen Glocken samt Transport, Fußbodenertüchtigung und Einbau. Das berichtete Siegbert Jagemann am Sonntag beim Kirchweihfest. Dort warb die Gruppe für ihr Anliegen.

Voriger Artikel
Umzug im abgeschnittenen Dorf
Nächster Artikel
Bedarf an Bauflächen

Zur Unterstützung der Geläutfinanzierung verkaufen die Seulinger unter anderem Glockenbrot, Glockenhonig und Glockenwein.

Quelle: Helge Schneemann

Seulingen. „16 Paten, die für ein Tagesgeläut 250 Euro zahlen, konnten wir bisher gewinnen“, sagte Jagemann. Darunter sei auch eine Gruppe Jugendliche, die so des Geburtstages ihres Freundes gedächten. Er sei bei einem Verkehrsunfall ums Lebens gekommen. Andere erinnerten mit dem Geläut an ihren Hochzeitstag. Der Schützenverein St. Johannes habe den Namenstag seines Heiligen gewählt.

Jagemann bestieg mit immer neuen Gruppen den 42 Meter hohen Turm, um für das Anliegen zu werben. Mit dabei war auch Franz Kuschel, mit 88 Jahren der älteste Besucher. „Ich steige zu Hause auch noch die 24 Leitersprossen hinauf in meinen Birnbaum“, betonte er.

Die Louis-Krell-Orgel der Kirche präsentierte Organist Christian Stollberg. 1882/83, während der pfarrerlosen Zeit im Kulturkampf, hätten sich die Seulinger das imposante Instrument mit seinen 26 Registern bauen lassen. Stollberg zeigte die 1539 Pfeifen, die auf 25 Quadratmetern in drei Etagen angeordnet sind. In den kommenden zwei Wochen werde er die Pfeifen reinigen, kündigte der Organist an. Zweimal mache er das im Jahr. So halte er das Instrument spielfähig. Es stehe eine grundlegende Sanierung an. Die letzte sei 1960 gewesen.

Unten vor dem Chorraum hatten vier kräftige Männer eine Steinplatte emporgehoben und zur Seite geschoben. Über eine Leiter ging es hinab in die Krypta. Warme, muffige Luft schlug dem Besucher entgegen. „Nebenan ist die Heizung“, erklärte Sven Faulhuber. Er zeigte Fundamentsreste der Vorgängerkirche. In einem Steingrab unter Glas lagen Schädel und Knochen, die bei Bauarbeiten in den 80er-Jahren gefunden worden waren.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Der Wochenrückblick vom 3. bis 9. Dezember 2016