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Frieda lässt Spielrausch freien Lauf

Seulingerin hält Minischwein als Haustier Frieda lässt Spielrausch freien Lauf

Klein, klug und knuffig: Frieda sorgt dafür, dass bei Anne Manegold keine Langeweile aufkommt. Die 23-Jährige hält sich ein Minischwein als Haustier und wird dabei von ihrer Familie unterstützt.

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Anne Manegold mit ihrem Hausschwein "Frieda".

Quelle: Oliver Thiele

Seulingen. „Über Facebook habe ich im vergangenen Jahr zufällig gesehen, dass in der Nähe von Dassel jemand diese Tiere züchtet“, erzählt Manegold. „Dann sind wir mal dort hingefahren und haben uns informiert, wie man sie hält, was man alles machen muss“, sagt die Seulingerin. Schließlich sei der Entschluss gefallen, „ein solches Schwein zu nehmen“.

Seit Karfreitag lebt das Tier, das am 14. Februar bei den Züchtern geboren wurde und sieben Geschwister hat, im Eichsfeld. Viel Zeit verbringt es im Garten, berichtet Manegold. Hier hat sie für Frieda einen Spieltunnel, ein Zelt, ein Bällebad und einen Rindenmulchcontainer aufgebaut, in dem ihr tierischer Mitbewohner fröhlich grunzend und mit dem Schwanz wackelnd spielt und herumtollt. Manchmal kommt der Wühlinstinkt des Schweins durch. „Dann wird der Rasen oder der Rindenmulch umgewühlt“, so Manegold. Sichtbar Freude bereitet es dem Minischwein, das eine Länge von 50 Zentimeter und eine Höhe von 30 Zentimeter erreicht, wenn ihre Besitzerin es mit Wasser aus seiner Spiel-Gießkanne wäscht. Ruft sie „Frieda“, kommt das kleine Schwein angesaust.

Im Winter will die Eichsfelderin alle Spielgelegenheiten im Wintergarten aufbauen. In die Wohnung im Haus ihres Vaters komme das Tier tagsüber derzeit nur, wenn es ihm zu warm werde oder es schlafen wolle. Große Freude bereite es dem Vierbeiner, Sonnenblumenkerne zu suchen, die in einem Flauschteppich versteckt sind. Nachts schlafe das Tier in einem Körbchen. Es sei reinlich und nutze ein Katzen-Klo.

Das Minischwein gehe offen auf andere Tiere zu, berichtet die Halterin. So vertrage es sich gut mit den Katzen ihres Freundes, spiele gerne mit dem Border-Collie ihrer Schwester und trete auch gegenüber anderen Hunden relativ unkompliziert auf, nennt Manegold mehrere Beispiele, bevor sie noch auf eine andere Eigenschaft verweist. „Frieda hat ständig Hunger“. Morgens bekomme das Tier Schweinemastfutter, also geschrotetes Getreide und Haferflocken, abends Salat, Gurken, Tomaten, gekochte Kartoffeln, gekochten Reis und gekochte Nudeln. Im Ort hat sich die Existenz des ungewöhnlichen Einwohners längst herumgesprochen. „Man wird immer wieder darauf angesprochen, viele Nachbarn kommen und wollen ein Foto schießen“, so Manegold, die Frieda täglich ausführt, „möglichst ohne Leine“.

Die Seulingerin möchte sich noch ein zweites Minischwein zulegen, um einen Spielkameraden für Frieda zu haben. „Da müssen wir warten, bis die nächsten geboren werden“, so Manegold, die gerne „ein Männlein“ hätte.

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