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Güntzler: AfD unter fünf Prozent drücken

Sommerempfang der CDU-Kreistagsfraktion Güntzler: AfD unter fünf Prozent drücken

Premiere in Seeburg: Mit rund 100 Gästen hat die CDU-Kreistagsfraktion ihren ersten Sommerempfang im neu fusionierten Kreis Göttingen gefeiert.

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Sommerempfang der CDU-Kreistagsfraktion in Seeburg.

Quelle: Christoph Mischke

Seeburg. Premiere in Seeburg: Mit rund 100 Gästen hat die CDU-Kreistagsfraktion ihren ersten Sommerempfang im neu fusionierten Kreis Göttingen gefeiert. Der Fraktionsvorsitzende Harald Noack begrüßte unter anderem Fraktionsmitglieder, CDU-Bürgermeister, die Kreisverwaltungsspitze mit Landrat Bernhard Reuter (SPD), Vertreter aus Wirtschaft, Kultur und Universität. Als Gastredner sprach der Vorsitzende der Kreis-CDU und Bundestagsabgeordnete Fritz Güntzler.

Nachdem die Kreisfusion, so Noack, „weitgehend zufriedenstellend abgewickelt“ worden ist, gehe es nun darum die Zukunft des Landkreises zu sichern. Noack nannte unter anderem die Digitalisierung und den Breitbandausbau als wichtige Ziele. Die Patnerschaften des Landkreises in Frankreich und Großbritannien müssten wieder intensiviert werden. An Landrat Reuter richtete sich Noacks Kritik an dem „Finanzgebaren“ des Landkreises. Aus Sicht der CDU hätte ein Teil des 20 Millionen Euro schweren Haushaltsüberschuss bei den Landkreiskommunen ankommen müssen.

Mit Blick auf die Bundestagswahl im September machte Güntzler den Gästen Mut: Die Stimmung für die CDU sei gut, Deutschland gehe es gut. Das Land sei stark und stabil. Das werde sich die CDU weder von Rechts noch von Links schlecht reden lassen. Allerdings mahnte der Direktkandidat Güntzler für den Wahlkreis Göttingen: Wenn es 80 Prozent der Deustchen gut gehe, müsse auch den anderen 20 Prozent geholfen werden. Als wichtige Themen nannte Güntzler unter anderem den Klimaschutz, die Diskussion um E-Mobilität, die innere Sicherheit, Bildung und die Stärkung für Familien. Und zwei weitere Themen nannte Güntzler. Er plädierte für Abschaffung des Solidaritätsbeitrages ab 2020. Dieses Geld sei bei den Menschen besser aufgehoben, sagte Güntzler. Zudem müsse es das Ziel sein, die AfD unter fünf Prozent zu drücken, damit sie nicht in den Bundestag einzieht. Dazu sei es wichtig, dass möglichst viele Bürger zur Wahl gehen.

Vor dem Hintergrund der Regierungskrise in Hannover appellierte Güntzler an alle Parteien und Fraktionen, die Dinge „ruhiger zu beurteilen“. Dass ein Politiker seine Partei verlässt, hat es nicht zum ersten Mal gegeben. „Frau Twesten kann selber für sich entscheiden, wie sie mit der Situation umgeht“, sagte Güntzler. Auch die CDU im Land müsse wie andere „Maß und Mitte“ wahren. Ministerpräsident Weil habe bei seine, von der CDU bemängelten Umgang mit VW „70 Prozent richtig gemacht“. Die Diskussion, ob der niedersächsische Ministerpräsident, Mitglied im VW-Aufsichtsrat sein muss, bedürfe einer differenzierten Betrachtung. Trotz der angesprochenen Themen hofft Güntzler auf einen fairen Landtagswahlkampf von allen und plädierte, „anderen Blödsinn sein zu lassen“.

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