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Lausbuben als Werbeträger

Sonderausstellung über Max und Moritz Lausbuben als Werbeträger

Wer glaubt, hinter „Max und Moritz“ verbirgt sich nur ein Buch, hat die Lausbuben unterschätzt. Auch als Werbeträger spielen die Hauptfiguren aus dem Frühwerk von Wilhelm Busch eine wichtige Rolle. Dies dokumentiert eine am Sonntag eröffnete Ausstellung in der Mühlenscheune.

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Sammler Arne Behre erläutert Besuchern die Ausstellungsstücke in der Mühlenscheune an der Wilhelm-Busch-Mühle.

Quelle: Niklas Richter

Ebergötzen. „Die Helden mancher Kindheit sind wirklich in allen Bereichen des täglichen Lebens zu finden - und das nicht erst seit kurzer Zeit, das hat schon vor hundert Jahren begonnen“, sagte Marianne Tillmann, Geschäftsführerin der Wilhelm-Busch-Mühle, während der Eröffnung der Ausstellung „Aus den Seiten gesprungen - Max und Moritz zwischen Kitsch und Konsum“. Zu den Exponaten gehörten „viele Sachen, die uns begleitet haben und die wir jetzt hier wiederfinden.“

Die Ausstellungsstücke stammen zu 95 Prozent aus der Sammlung von Arne Behre, der den Gästen eine Einführung in die Schau gab. „Jeder kennt Max und Moritz“, meinte der Ebergötzer, der die Besucher zunächst zu teils ungewöhnlich aufgearbeiteten Comics, Spielen, Bastelbögen und -büchern, Puzzlebüchern, Kartenspielen vom Skatblatt bis zum Quartett führte. Er zeigte ihnen auch ein Magnetspiel aus der ehemaligen DDR, die nach Behres Worten „viel gemacht hat mit Wilhelm Busch“. Dies spiegele sich in einer hohen Zahl von Besuchern aus den neuen Bundesländern wider. Sie können auch über eine Abbildung schmunzeln, die beide Lausbuben mit einem Auto der Marke Trabant zeigt.

Kinderschürzen aus Italien mit Max-und-Moritz-Motiven, Pudding- und Backformen, Streuergarnituren, Babybestecke, Breischieber, Serviettenringe und elfenbeinfarbige Werbefiguren aus Margarineverpackungen sind weitere Ausstellungsstücke, ebenso die vermutlich ersten Panini-Sammelbücher, die vom Schokoladenhersteller Sprengel und einer Zigarrenfirma herausgegeben worden seien, so Behre. Die Besucher erfahren auch, dass es in den 1970er-Jahren die Lausbubenstreiche als Film auf einer Bildplatte gab, der mit einem entsprechenden Projektor abgespielt werden musste, Sprecher war Heinz Rühmann.

Die Sonderausstellung „Aus den Seiten gesprungen - Max und Moritz zwischen Kunst und Konsum“ können Interessierte bis Jahresende zu den Öffnungszeiten der Wilhelm-Busch-Mühle besuchen: dienstags bis sonntags von 10.30 Uhr bis 13 Uhr und von 14 bis 16.30 Uhr. Montags ist Ruhetag.

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