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Radeln fürs Klima

Sternfahrt zum Brotmuseum Ebergötzen Radeln fürs Klima

118 Radfahrer aus dem Landkreis Göttingen-Osterode haben am Sonntag unter dem Motto „Stadtradeln - Radeln für ein gutes Klima“ an einer Sternfahrt mit dem Ziel Ebergötzen teilgenommen: Im Brotmuseum wurden sie von Landrat Bernhard Reuter (SPD) begrüßt.

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Quelle: Kracht

Ebergötzen. „Wir wollen mit vielen Touren zeigen, dass man mit dem Fahrrad etwas für den Klimaschutz erreicht.“ Gesucht wird dabei die fahrradaktivste Kommune und die fleißigsten Gruppe in den teilnehmenden Kommunen. 

Reuter gehörte der Gruppe aus Bovenden an, die als zweitstärkster Zusammenschluss der fünf teilnehmenden Gruppen am Brotmuseum eintraf: „Wir sind mit zwölf Teilnehmern losgefahren, und in Billingshausen haben sich noch welche angeschlossen, sodass wir schließlich 30 Fahrer waren“, berichtete Uwe Günther vom Bovender SV, stellvertretender Vorsitzender der Sportjugend des Kreissportbundes. Das Tempo sei durchaus moderat gewesen, kein Teilnehmer habe Probleme gehabt, ergänzte Reuter.

Die größte Gruppe fuhr in Göttingen los: Aus 36 Startern seien auf der Strecke bis zu 60 geworden, weil sich Fahrer angeschlossen hätten. Einige hätten sich dann aber für eine längere Tour entschieden, und schließlich sei man mit 50 Radlern in Ebergötzen angekommen, erzählte Tourleiter Klaus Reinsch vom Vorstand des ADFC Göttingen.

Radeln fürs Klima bei der Sternfahrt in Ebergötzen.

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Dazu kamen am Sonntag noch zwölf Teilnehmer aus Osterode und 16 aus Herzberg und Duderstadt, die sich unterwegs getroffen hatten. Nicht nach Ebergötzen hatte es der Göttinger Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) geschafft, der eigentlich für ein Grußwort vorgesehen gewesen war. Bei der 4. Auflage des Projekts war auch die Stadt Göttingen mit im Boot. 

Reuter, der ein Tourenrad und ein Mountain Bike sein Eigen nennt, ging es in Ebergötzen vor allem auch darum, auf Lücken im Radwegenetz der Region hinzuweisen. „Unser Ziel ist es, im Landkreis ein flächendeckendes Radwegenetz zu haben“, sagte der Landrat. Ein Masterplan soll am Mittwoch im Kreistag beschlossen werden. Reinsch fiel spontan die Verbindung zwischen Groß Lengden und Klein Lengden ein. 

Reuter selbst fahre regelmäßig mit dem Rad von seinem Wohnort Eddigehausen ins Büro im Landkreis nach Göttingen. „Aus Überzeugung, und weil es viel schneller geht, gerade angesichts der Baustelle.“ Man fahre viel besser mit dem Fahrrad, „diese Sache macht das deutlich“.

Arne Behre, SPD-Samtgemeindebürgermeister von Radolfshausen, verdeutlichte, dass Ebergötzen „relativ mittig im neuen Großkreis“ liege. „Deshalb haben wir das Brotmuseum vorgeschlagen.“ Vielleicht sei Ebergötzen als Etappenziel für einige Fahrer auch ein „Anreiz, um später mal das Brotmuseum zu besuchen“. Es gelte auch, deutlich zu machen, dass der Roringer Berg seit der Erfindung des E-Bikes kein Problem mehr darstellt.

„Ebergötzen ist einfach der optimale Ort im Landkreis“, sagte Wilhelm Brünnies, Leiter des Brotmuseums. Wilhelm Gerhardy, früherer Bürgermeister der Stadt Göttingen und Vorstandsvorsitzender des Europäischen Brotmuseums, unterstrich: „Wir freuen uns natürlich über den Besuch.“ Gerhardy war ebenfalls per Pedelec-E-Bike vom Wohnort Klein Lengden angereist. Um es in den Worten von Reuter zu sagen: „Radfahren ist viel easier geworden.“

Der Ausstoß von sechs Tonnen Co2 sei seit Aktionsstart am Pfingstmontag allein von Teilnehmern aus dem Landkreis vermieden worden unterstreich Reuter. 67 Teams hätten sich gebildet, 543 Radfahrer seien dabei. 

Bisher seien im Landkreis bereits 40.000 Kilometer gestrampelt worden, „einmal um die Welt“, skizzierte Reuter. „Vielleicht schaffen wir ja zwei Erdumrundungen“ - letzter „Stadtradel“-Tag ist der kommende Sonntag. Teilnehmer nehmen an einer Verlosung bei, deren Hauptpreis unplattbare Reifen sind, wie Sissi Karnehm-Wolf vom Stadtradel-Team des Landkreises hervorhob. 

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