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Standsicherheit am Ort der Ruhe

Überprüfung der Grabstellen Standsicherheit am Ort der Ruhe

Die Samtgemeinde Radolfshausen hat die Grabstellen ihrer Friedhöfe überprüft. Dazu besuchten Karsten Stenske und Susanne Kopp von der Friedhofsverwaltung der Samtgemeinde sowie Praktikant Henrik Kurth die Anlagen in Ebergötzen, Holzerode, Waake, Mackenrode, Seeburg und Bernshausen.

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Bauhofleiter Karsten Stenske (links) prüft die Standfestigkeit des Grabsteins. Susanne Kopp überprüft anhand der Inschrift, ob die 30jährige Ruhefrist bereits abgelaufen ist. Praktikant Henrik Kurth beklebt bei Handlungsbedarf den Grabstein mit einem Aufkleber.

Quelle: NR

Radolfshausen. „Ein Friedhof soll ein Ort der Ruhe und der Besinnung sein“, sagt Stenske. „Und weil dies öffentliche Flächen sind, müssen wir für die Sicherheit sorgen.“ Die Standsicherheit der Grabsteine stand im Mittelpunkt der Überprüfung. Des Weiteren schaute das Trio auf den Ablauf der Nutzungszeit sowie den Pflegezustand der Gräber. Dazu wanderten sie durch die Reihen. Zunächst testete Stenske, ob sich die Grabsteine bewegen ließen. Dazu wackelte er nur leicht daran. „Es kann passieren, dass der Kleber, mit dem er befestigt ist, nicht mehr hält“, erläutert Stenske. „Das kann besonders durch kalte Temperaturen im Winter beschleunigt werden.“ Allerdings bestehe dadurch nicht sofort die Gefahr, dass ein Grabstein bei einer leichten Berührung umfalle. „Die Steine sind normalerweise durch Dorne zusätzlich gegen Kippen geschütz.“ Trotzdem müssten die Nachkommen dafür Sorge tragen, dass der Stein wieder befestigt werde. Mit einem Aufkleber werden diese auf den Mangel aufmerksam gemacht.

Ein weiterer Aufkleber informiert Angehörige über den Ablauf der Ruhezeit. Diese habe sich mit der neuen Friedhofssatzung seit Jahresbeginn geändert, erklärt Stenske. „Wir haben die Ruhezeiten von bisher 30 Jahren für Leichen auf 25 und für Urnen auf 20 Jahre reduziert.“ Immer häufiger könnten Angehörige aufgrund von räumlicher Entfernung oder aus gesundheitlichen Gründen Gräber nicht mehr so lange pflegen. Mittlerweile sei auch die Beisetzung in Rasenreihengräbern eine häufig genutzte Bestattungsform. „Seit Anfang des Jahres können nicht nur Leichen, sondern auch Urnen in diesen Gräbern beigesetzt werden“, erklärt Stenske. Auch bei den anonymen Urnengräbern falle der Pflegeaufwand weg. Grundsätzlich seien auch Mehrfachbelegungen von Gräbern erlaubt. So könnten neben einer Leiche, beziehungsweise in einem Rasenreihengrab eventuell auch einer Urne, zwei weitere Urnen beigesetzt werden. Und auch in einem Urnengrab könne eine weitere Urne beerdigt werden, Ausnahme beim anonymen Urnengrab.

„Mit der neuen Friedhofssatzung wurden allerdings auch die Gebühren angepasst“, gesteht Stenske. Dies sei notwendig, da kommunale Friedhöfe kostendeckend sein müssen. Doch nicht alle Gebühren seien erhöht worden. Es habe auch Reduzierungen gegeben.

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