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Stockendes Verfahren nach Kahlschlag

Seeburger Spielplatz Stockendes Verfahren nach Kahlschlag

Die Suche nach den Verantwortlichen für den Kahlschlag auf dem Seeburger Spielplatz am Seerundweg gestaltet sich schwierig. Dort waren im vergangenen Monat über das genehmigte Maß hinaus Bäume gefällt und Sträucher bis auf den Stock zurückgeschnitten worden.

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Kahlschlag auf dem Spielplatz in Seeburg.

Quelle: Mahnkopf

Seeburg. Hintergrund der Rodungsaktion war der Gewinn eines Traumspielplatzes im Wert von 140 000 Euro bei einer Voting-Aktion von Radio ffn. Um Platz für die neuen Spielgeräte zu schaffen, griffen auf dem üppig bewachsenen Areal neben einem damit beauftragten Fachunternehmer freiwillige Helfer zur Kettensäge.

Nester zerstört

Dabei wurden auch zuvor gekennzeichnete Brutbäume auf der an die Tennisplätze angrenzenden Spielplatzfläche gefällt. Die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Göttingen ging entsprechenden Hinweisen nach und stellte bei einer Ortsbesichtigung fest, dass markierte Gehölze mit mindestens vier Nestern besonders geschützter Brutvögel beseitigt wurden.

Gemäß Bundesnaturschutzgesetz sei die Einleitung eines Ordungswidrigkeiten-Verfahrens zwingend notwendig, teilte Landkreis-Sprecher Ulrich Lottmann nach dem Ortstermin der Naturschutzbehörde mit.

Vorermittlungsverfahren eingeleitet

Das gestaltet sich aber nicht einfach. An der Rodungsaktion auf dem Seeburger Spielplatz seien zahlreiche Helfer beteiligt gewesen, freiwillig gemeldet habe sich bislang keiner, bestätigt Lottmann und rudert zurück. „Die Bußgeldstelle des Landkreises befasst sich mit dem Sachverhalt aufgrund des Anfangsverdachts einer Ordnungswidrigkeit, Anlass ist eine Anzeige der unteren Naturschutzbehörde“, sagt der Kreissprecher.

Die Bußgeldstelle habe ein Vorermittlungsverfahren eingeleitet. Derzeit werde geprüft, ob, warum und gegen wen nach Sach- und Rechtslage ein förmliches Ermittlungsverfahren eingeleitet werde. Dazu würden unter anderem Informationsgespräche mit der Gemeinde Seeburg geführt. Inhaltlich könne er sich zu dem laufenden Verfahren nicht äußern.

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