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Mit schiefem Schnabel eingeliefert

Storchenfest in Seeburg Mit schiefem Schnabel eingeliefert

Landwirt Ludwig Pape hat ein Storchenfest auf seinem Hof in Seeburg ausgerichtet. „Seit 13 Jahren siedeln die Störche bei mir“, erzählte er. Allerdings musste einer der beiden Jungstörche aus dem diesjährigen Wurf noch während des Festes in eine Aufzuchtstation gebracht werden.

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Georg Fiedler kümmert sich um die Beringung der Störche.

Quelle: aib

Seeburg. Georg Fiedler, der seit zehn Jahren Papes Störche beringt, stellte fest, dass ein Jungstorch eine Schnabelmissbildung aufweist, eine Schnabelkreuzung. Fiedler habe am Brustbeim gefühlt, dass bei ihm ein Nahrungsmangel vorgelegen haben müsse. „In der Nabu-Aufzuchtstation in Herdecke können sie den Schnabel richten“, erklärte Pape. Im Jungstorchstadium sei es möglich, den Schabel zu richten, dass er passgenau übereinanderliegt. So erhielt während des Festes erst einmal nur der gesunde Jungstorch seinen Ring. Wenn beim zweiten Storch alles gerichtet ist, werde er ebenfalls beringt und dann ausgewildert.

Über die Entwicklung der Störche seit ihrer Ankunft in diesem Jahr informierte Jürgen Ziche mit einer Ausstellung. Immer wieder hatte er die Vögel in ihrem Nest fotografiert. An einem zweiten Stand informierte das Duderstädter Bündnis gegen rechts über seine Arbeit. Viktor Wesselak und Sebastian Vosswinkel berichteten, dass der „Freundeskreis Thüringen / Niedersachsen“ weiter aktiv sei, auch wenn er momentan im Eichsfeld keine Veranstaltungen anmelde.

Als weiterer Punkt stand eine Ausfahrt in die Feldflur auf dem Programm. Pape erzählte, dass bereits Kinder den Unterschied der Artenvielfalt auf Feldern mit koventioneller und ökologischem Anbau bemerkt hätten. „Auf der einen Seite keine Blütenpflanzen, auf der anderen ein Blütenmeer“, so der Landwirt. Der ökologische Landbau sei nicht nur wichtig für die Artenvielfalt bei Insekten, Vögeln und Säugern, sondern er sorge auch für eine bessere innere Stabilität. So hätte der Starkregen am Wochenende den konventionell bearbeiteten Feldern mehr geschadet.

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