Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Armenspeisung und Gourmetnahrung

„Suppenküche“ als Thema Armenspeisung und Gourmetnahrung

Mit dem Thema Suppenküche hat sich das Erzählcafé in Waake auseinandergesetzt. Vom „Armeleuteessen“ bis Gourmetsuppe erfuhren mehr als 30 Gäste von Susanne Goldmann Althergebrachtes und Neues. Als Clou gab es im Dorfgemeinschaftshaus Suppen-Kostproben.

Voriger Artikel
LED rund um den See
Nächster Artikel
Kunsthandwerk in Ebergötzen
Quelle: GT

Waake. Suppenküche als Thema passe in die Herbst- und Erntedankzeit, fand Mitorganisatorin Goldmann, denn „es gibt eigentlich nichts, was man nicht in eine Suppe tun kann“. Den Nachmittag eröffnete der Duderstädter Rainer Ziesing, der den Gästen die Eichsfelder Stracke näherbringen wollte. Der Fleischermeister plauderte - ohne Geheimnisse zu verraten: „Die schönste Wurst gibt es von den ältesten Schweinen“, sagte Ziesing mit einem Augenzwinkern. Und außer Fleisch („75 Prozent mageres, 25 Prozent fettes, damit es schmeckt“) gehöre in die Mettwurst nur Pfeffer und Salz, „aber kein Pökelsalz, dafür ein bisschen Salpeter“. Ein Hauch Knoblauch runde den Geschmack ab. Der Rest der „armen Sau“ und anderer Tiere landete in früheren Zeiten auch in Suppen - der Schlachtesuppe oder der Kaldaunensuppe, in die vor allem feingeschnittene Pansen (Kaldaunen) kamen.

„Ich hab so einiges gefunden, wie noch unsere Omas gekocht haben“, erklärte Susanne Gunkelmann. Seit Jahrtausenden stellten Suppen einen wichtigen Teil der menschlichen Ernährung dar, etwa als Krankennahrung, Restverwertung und - seit dem Barock - immer mehr als vollwertige Speise.

Mit dem Titel „Suppenküche“ wollten die Veranstalter zugleich auf die Armenspeisung in früheren Zeiten hinweisen, ebenso wie auf die heutigen „Tafeln“. Von klarer Brühe, Eintöpfen und Cremesuppen, ob mit oder ohne Fleischbeilage, bis zu süßen Breis und Schleimen, sei der Variation kaum Grenzen gesetzt. Mit kulinarische Beispiele überraschten die Organisatorinnen ihre Gäste und tischten selbstgemachte Kürbis-, Curry-, Gulasch- und Tomatensuppe zum Probieren auf - mit Fleischbeilage aus dem Eichsfeld.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Schauspieler-Casting im Göttinger „Kauf Park“