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Über 30 Granaten im Seeburger See gesprengt

Aus dem zweiten Weltkrieg Über 30 Granaten im Seeburger See gesprengt

Mehr als 30 Granaten aus dem zweiten Weltkrieg sind am Mittwoch mitten im Seeburger See kontrolliert gesprengt worden. Fotos der Blindgänger und ihrer Sprengung hat der Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Niedersachsen nicht zugelassen.

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Der Seeburger See: Fotos der Blindgänger und ihrer Sprengung hat der Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Niedersachsen nicht zugelassen.

Quelle: Archiv

Seeburg. „Die Suche hat sich gelohnt“, sagt Einsatzleiter Jens Conrad von der Kampfmittelbergungsfirma Schollenberger aus Celle. Seit 22. Februar haben die Mitarbeiter der Spezialfirma zwei Bereiche überprüft, die im vergangenen Jahr wegen starken Bewuchses und eingeschränkter Zugänglichkeit ausgespart wurden: den Seerosengürtel am alten Bootshaus in Seeburg und das Areal eines aus Sicherheitsgründen teilweise demontierten Anglerstegs zwischen Seeburg und Bernshausen.

Am Mittwoch rückten Mitarbeiter des nach erfolgreicher Suche angeforderten Kampfmittelbeseitigungsdienstes Niedersachsen an und entschieden sich, die brisanten Funde vor Ort unschädlich zu machen. Laut Auskunft von Sprengmeister Jürgen Koppelmeyer wurden Handgranaten, Gewehrgranaten und Panzerfaustgranaten gefunden – mindestens zehn Stück von jeder Variante und allesamt amerikanischer Herkunft.

Die Entdeckung von Mörsergranaten im See bei Bernshausen durch Angler hatte im vergangenen Jahr die Suchaktion ausgelöst, ein mit Metallsonden gespicktes Spezialboot mehr als 160 Punkte im See markiert. Im Zuge der Suche wurden Granaten, Munitionsrückstände und Bazookas entdeckt und vernichtet. Laut Einschätzung Conrads gibt es auch nach der jetzt abgeschlossenen Nachsuche noch Stellen, die überprüft werden sollten. Es gehe aber auch um die Bezahlbarkeit.

Staatliche Zuschüsse gibt es für die Beseitigung von Kriegsmunition der Alliierten nicht. Für die Kosten der Suchaktion müssen die Realgemeinden Seeburg und Bernshausen aufkommen, in deren Eigentum sich der Seeburger See befindet. Da sie aber unverschuldet in dieses Schlamassel geraten sind, haben sich an den rund 46000 Euro Kosten im vergangenen Jahr auch Gemeinde, Samtgemeinde, Zweckverband und Landkreis beteiligt. Arne Behre (SPD), Bürgermeister der für die Gefahrenabwehr zuständigen Samtgemeinde Radolfshausen, rechnet für den aktuellen Einsatz noch einmal mit rund 20000 Euro Kosten. Deren Verteilung und das weitere Vorgehen solle noch mit den Realgemeinden besprochen werden. Alle Bereiche mit Publikumsverkehr seien jetzt abgesucht worden.

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Der Seeburger See kann wieder uneingeschränkt genutzt werden. Nach der Sprengung von Kriegsaltlasten am Mittwoch wurden auch am Donnerstag vom Kampfmittelbeseitigungsdienst Niedersachsen noch einmal Wurfgranaten gesprengt, teilt Samtgemeinde-Bürgermeister Arne Behre (SPD) mit.

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