Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 7 ° Sprühregen

Navigation:
Volksbank: Unmut über Filialschließung in Ebergötzen

Gemeinderat bedauert Entwicklung Volksbank: Unmut über Filialschließung in Ebergötzen

Ihren Unmut über das Vorhaben der Volksbank Mitte, im kommenden Jahr 15 von 35 Filialen zu schließen, haben  die Ratsmitglieder der Gemeinde Ebergötzen in ihrer Sitzung in Holzerode kundgetan. Die Volksbank-Filiale in Ebergötzen soll am 3. Juni 2016 geschlossen werden.

Voriger Artikel
175 Angehörige der Sippe Hagemann kommen in Seulingen zusammen
Nächster Artikel
64-Jähriger bei Unfall verletzt

Volksbank-Filiale in Ebergötzen.

Quelle: Franke

Ebergötzen. Bürgermeister Detlef Jurgeleit (SPD) knüpfte an die Resolution des Rates an, in der die Volksbank zum Überdenken ihrer Entscheidung aufgefordert wird. Hoffnung hegt er nach einem Gespräch mit dem Volksbank-Vorstand allerdings nicht mehr: „Die Entscheidung steht. Wirtschaftliche Prämissen sind vorrangig.“ Jurgeleit bedauerte die Entwicklung, die auch eine Folge von Online-Banking sei und insbesondere nicht mobile Bürger benachteilige.

Künftig ist in Ebergötzen nur noch der Volksbank-Geldautomat am Edeka-Markt verfügbar.  Von Möglichkeiten, die Filialschließung zum Beispiel durch Telefonberatung abzufedern, verspricht sich SPD-Fraktionsvorsitzender Wolfgang Hartmann (SPD) nicht viel. Das Vorgehen der Volksbank widerspreche dem Grundgedanken der Genossenschaftsbanken, monierte Hartmann. Es gebe immer mehr Engpässe, die die Folgen der demografischen Entwicklung verschärfen würden.

Keine Alternative zur Filialschließung sieht Björn Henkel von der Volksbank Mitte: „Das tut uns auch weh, wir müssen aber auf verändertes Kundenverhalten und veränderte Rahmenbedingungen in einer anhaltenden Niedrigzinsphase reagieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben.“ Die Filiale in Ebergötzen habe die niedrigste Kundenfrequenz im gesamten Geschäftsgebiet, der Geldautomat am Edeka-Markt hingegen sei einer der fünf am meisten genutzten Automaten. Eine EC-Cash-Station oder den Bankbus  hält Henkel auch deshalb für nicht erforderlich, weil die Volksbank Mitte zum 1. April 2016 zusätzlich zu den stationären Filialen sogenannte Online- und Telefonfilialen eingerichten will. Das Modell habe sich andernorts bewährt, bei den neuen Angeboten sorge ein Legitimationsverfahren für Sicherheit, die Leistung komme allen Volksbank-Kunden zugute, sagt Henkel: „Die Digitalisierung und das Kundenverhalten haben zu einer Trennung der Bereiche Service, Bargeld und Beratung geführt.“

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Vor 25 Jahren erhielt der Göttinger Wissenschaftler Erwin Neher den Nobelpreis