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Weiße Wäsche dank Prügel

Antike Waschmaschinen Weiße Wäsche dank Prügel

Wilhelm Hartmann freut sich. Vor kurzem hat der Ortsheimatpfleger von Waake fünf antike Waschmaschinen vom Heimatverein Geismar für das Landwirtschaftsmuseum in seinem Heimatort bekommen. Laut Hartmann müsse der Verein sie aus Platzgründen abgeben, trenne sich allerdings nur ungern von ihnen.

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Hartmann mit einer Waschmaschine, die mit einem Hebel in Gang gebracht und gehalten wird.

Quelle: Richter

Waake. Für den traditionsbewussten Waaker sind die Waschmaschinen eine „tolle Errungenschaft“. „Sie stellen ein neues Highlight für die Ausstellung dar“, sagt der zupackende Hartmann, „ und wurden bereits viel bestaunt“. Die Waschmaschinen stammen aus dem späten 19. Jahrhundert und den 1920er- Jahren. Eine exakte Zuordnung gestalte sich daher schwierig, so Hartmann. Klar sei jedoch : Sie bestehen allesamt aus Holz und werden - natürlich per Hand bedient. Ein Waschgang bedeutete ungefähr eine Stunde Kurbeln. „Daher wohl auch der Name Waschtag“, sagt Hartmann schmunzelnd.

Immerhin nähmen die halbautomatischen Exemplare dem Benutzer einen Teil der Arbeit ab, wie beispielsweise die von Hartmann so getaufte „Wasserdruckkolbenwaschmaschine“. Das Lieblingsstück des früheren Schmieds wird allerdings mittels eines Prügels bedient, den man Vor und Zurück bewegt. „Eine schöne Strafe für den Anwender“, sagt Hartmann und grinst. Er jedenfalls freue sich über jede der Waschmaschinen und vor allem darüber, dass der Heimatverein Geismar an ihn gedacht habe. Bevor Hartmann die Waschmaschinen jedoch in Aktion präsentieren kann, „ ist noch einiges an Aufarbeitung erforderlich.Bis dahin lohnt es sich aber die anderen Ausstellungsstücke des Landwirtschaftsmuseums Waake zu bestaunen, so die alte, aber noch funktionsfähige Schmiede meines Vaters“, lädt Hartmann zu einem Besuch des kleinen Museums in der Burgstraße 2 ein.

kab

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