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Weg mit dem Schlamm

Freibad Dahlenrode gereinigt Weg mit dem Schlamm

Diesmal gab es besonders viel zu tun: Vor der Saisoneröffnung musste das Freibad in Dahlenrode am Wochenende intensiv von den Spuren der Überschwemmung im August vorigen Jahres gereinigt werden. Am Sonnabendnachmittag war alles geschafft.

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Arbeiten im Freibad Dahlenrode: Das Bad musste intensiv von den Spuren der Überschwemmung im August 2015 gereinigt werden.

Quelle: Harald Wenzel

Dahlenrode. Das heftige Unwetter im vergangenen Jahr hatte viel Schlamm auf die Wiese und ins Becken gespült - so viel, dass sich ein Weiterbetrieb damals nicht mehr gelohnt hätte, meint Matthias Raczek vom Sportverein Atzenhausen, der das Schwimmbad betreibt. Das Problem: Oberhalb des Freibachs verschwindet der Lindenbach in einem Betonrohr, das sich durch das gesamte Dorf zieht. Wenn nun bei Unwettern der Querschnitt des Rohrs nicht mehr ausreicht, staut sich das Wasser davor, bis es schließlich unkontrolliert aufs Freibadgelände schwappt. Erst Ende Mai habe es wieder Starkregen mit genau diesem Effekt gegeben, sagt Raczek. Diesmal blieb das Freibad verschont, allerdings nur knapp.

Geld bleibt das große Problem des Unterstützungsvereins: Die Unterhaltung des Bades samt aller Technik ist teuer, kürzlich musste beispielsweise eine der drei Spezialpumpen erneuert werden. Der Verein freut sich daher sehr über einen neuen Sponsor: Der Rewe-Markt in Rosdorf hat gleich zwei Werbetafeln bestellt. Raczek und sein Freibad-Team hoffen nun noch auf einen unterstützer, der dem Freibad eine kleine Sitzgruppe spendiert: Die vorhandenen Bänke sind mittlerweile sehr wacklig, das Holz splittert.

Am Wochenende begannen die Organisatoren auch damit, Wasser ins 23 mal sieben Meter messende Becken einlaufen zu lassen. Drei Tage dauert das insgesamt, sagt Raczek. Wegen der großen Menge im kleinen Dorf müsse jedesmal der Versorger informiert werden, weil dort sonst der Verdacht auf ein Leck entsteht und ein Reparaturteam geschickt werde. Wenn die Sonne das nur elf Grad kalte Wasser im Freibad ausreichend erwärmt habe, könne das Bad noch in dieser Woche eröffnet werden.

Geschichte des Bades

Einst diente der Bereich, in dem heute das Freibad Dahlenrode liegt, als Rotte, in der Flachs eingeweicht wurde. Später nannten die Einwohner das Wasserloch „Schweinebucht“, weil die Schweine des Ortes täglich hierher getrieben wurden. Mitte des 20. Jahrhunderts wurde an gleicher Stelle ein Löschwasserteich angelegt. Weil dieser allerdings für zu klein befunden wurde, hatten der damalige Bürgermeister Georg Mühlmann und der Lehrer Arthur Linke die Idee, ein Freibad zu bauen. Das setzten die Einwohner des kleinen Ortes im Jahr 1951 um. Wegen hoher Kosten drohte dem Bad im Jahr 1988 die Schließung. Erst als der Sportverein Atzenhausen die Trägerschaft übernahm und Bürger den DLRG-Leistungsschein machten und die Badeaufsicht stellten, war das Freibad gerettet, das besonders für seine familiäre Atmosphäre von den Gästen geschätzt wird. Noch heute engagieren sich viele Bürger ehrenamtlich für ihr Bad, das von der Gemeinde Rosdorf finanziell unterstützt wird. afu

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