Volltextsuche über das Angebot:

21 ° / 12 ° Regenschauer

Navigation:
Klönschnack am Kronleuchter

Erster Mengershäuser Dorfflohmarkt Klönschnack am Kronleuchter

Parkplätze waren Mangelware am Pfingstmontag: Auf der Lindenstraße, quasi der Hauptstraße in Mengershausen, hat am Nachmittag reges Treiben geherrscht. Der erste Dorfflohmarkt lockte viele Besucher an.

Voriger Artikel
Dreieck Drammetal am Dienstagabend gesperrt
Nächster Artikel
Erlös geht an Handball-Gemeinschaft

Stöbern war am Pfingstmontag auf dem ersten Mengershäuser Flohmarkt angesagt.

Quelle: PH

Mengershausen. Überall im Ort verstreut stellten die Mengershäuser Tische vor die Tür. Egal was in Keller, Dachboden und Kinderzimmer so überflüssig war, es wurde zum Verkauf angeboten.

Egal ob Bobbycar-Flotte, Reitsattel, ausgemustertes Fitnessgerät, Dosenwurst, Buch, Handtasche oder Wandteller: Beim Stöern konnte man manch Schätzchen entdecken. „Hier, dieses Bettjäckchen, formschön und kuschelig“, preiste Jens Jeschke sein knallgelbes Häkelwerk an. „So etwas kennt ja heute neimand mehr“, sagt er lachend. Deshalb wandert das kanariengelbe Textilstück auch ungekauft wieder in einen seiner Kartons.  Seine Handtsachen „von Oma und Tante“ wechseln schnell den Besitzer. 

Handtaschen, allerdings die modernere Variante von „george-gina-lucy“  sind bei Ines Kohlstedt im Angebot. Warum denn gleich mehrere? „Ich habe eine ganze Sammlung, einige müssen nun raus“, sagt sie.

„Alles muss raus ist auch die Devise bei Sabine Lander. An ihrem Kronleuchter bleiben viele stehen. So auch das Ehepaar Eggert. Sie wollen den Leuchter aber auch nicht kaufen. „Wer soll den den putzen“, saht Ines Eggert lachend.

 Der Dorfflohmarkt ist aber auch ein großer Treffpunkt. Man flaniert, trifft Dorfbewohner, die man lange nicht gesehen hat. So zum Beispiel Dieter Ritgen aus Elliehausen. An fast jedem Stand macht er mit seiner Frau, die früher in Mengershausen gearbeitet hat, für einen kurzen Klönschnack halt. Einen Stop legen die Ritgens auch bei Reiner Schubert ein, Ehrenortsbürgermeister Werner Schede gesellt sich dazu.  Schubert hatte die Idee zu dem Dorfflohmarkt und hat sie gemeinsam mit Ortsbürgermeister Eckhard Wagener verwirklicht. Etwa 35 bis 40 Stände sind seiner Ansicht aufgebaut worden, die Bürgersteige mit Besuchern gesäumt. „Das ist doch ein schöner Erfolg“, freut sich Schubert. Es selbst hat Bilder, ein Nähtischchen, Geschirr und vieles mehr im Angebot, alles aus eigner Sammlung. „Der Mensch braucht etwas zu essen, etwa zu trinken, etwas zum anziehen, einen Platz zum Schlafen und ein bisschen Nonsens zum Sammeln“, sagt er augenzwinkernd.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Die wechselvolle Geschichte des Gasthaus Waterloo