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„Stollympia 2016 - Dabei sein ist alles“

Ferienfreizeit in Dahlenrode „Stollympia 2016 - Dabei sein ist alles“

„Dabei sein ist alles“ - so lautet nicht nur das Motto der Olympischen Spiele; auch die einwöchige Ferienfreizeit für Kinder auf dem Zeltlagerplatz Stolle in Dahlenrode trägt dieses Motto. Am vergangenen Sonntag startete die Ferienfreizeit „Stollympia“ für rund 300 Kinder.

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Action: bei der Ferienfreizeit in Dahlenrode.

Quelle: Christina Hinzmann

Dahlenrode. Schwimmen, Fußball, Basketball, Cheerleading oder Backen sind nur eine Auswahl der Workshop-Angebote, die der Kreissportbund (KSB) Göttingen den Teilnehmern, alle zwischen sieben und zwölf Jahre alt, anbietet. Das fünfköpfige Betreuer-Team um Sylvia Depre plant und gestaltet die Workshops. „1982 war ich selbst als Kind hier. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man immer wieder hierher kommt, wenn man einmal Gefallen daran gefunden hat“, sagte Depre. „Ich fand damals die eigens für die Stolle geschriebenen Lieder toll, die wir während der Freizeit gesungen haben“, erinnerte sie sich zurück. „Auch als Erwachsene finde ich es hier schön. Wir sind hier wie eine große Familie“, meinte die Nesselröderin.

Rund 20 Workshops

Der Göttinger KSB bietet den Kindern rund 20 Workshops. Laut Depre sei Fußball bei den Jungen am beliebtesten, während Mädchen am liebsten tanzen. „Ich finde alles gut“, sagte ein Teilnehmer über das Angebot der Ferienfreizeit.

Im Zeltlager sind elektronische Geräte wie Handys und Gamboys strikt verboten. „Das Verbot gilt bei uns, damit die Kinder wissen, dass man sich auch anders beschäftigen kann“, erklärte die Freizeitleiterin. „Meistens haben sich die Kinder nach zwei Tagen an das Verbot gewöhnt“, so Depre weiter.

„Dabei sein ist alles“ - so lautet nicht nur das Motto der Olympischen Spiele; auch die einwöchige Ferienfreizeit für Kinder auf dem Zeltlagerplatz Stolle in Dahlenrode trägt dieses Motto. Am vergangenen Sonntag startete die Ferienfreizeit „Stollympia“ für rund 300 Kinder.

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In 30 Zelten übernachten die Kinder mit ihren Betreuern. Rund 60 Helfer sind in den sieben Tagen vor Ort. „Es gibt natürlich immer Fälle von Heimweh. In den meisten Fällen erledigt sich das aber schnell“, erzählte die 47-Järhige. „Es gibt aber auch Kinder, die am Ende der Ferienfreizeit weinend von ihren Eltern abgeholt werden, weil sie noch bleiben wollen. Zu wissen, dass die Kinder unser Angebot so gut annehmen, ist einfach schön“, schilderte die Betreuerin.

Das Ferienangebot umfasst auch Nachtwanderungen und Abende am Lagerfeuer. „Am besten ist das Zusammensitzen am Lagerfeuer“, meinte einer der Teilnehmer.

Sportliche Wettkämpfe

Zusätzlich gibt es sportliche Wettkämpfe. Während des Abschlussfestes am Sonnabend werden die Sieger der Wettkämpfe geehrt.

„Die Angebote sind sehr vielfältig, sodass jedes Kind etwas machen kann, was ihm Spaß macht“, lobte Peter Rosenthal, Vorsitzender des Fördervereins Stolle, das Ferienangebot. „Das Team leistet gute Arbeit. Es steckt sehr viel Arbeit dahinter und es ist im Dauereinsatz, damit hier alles läuft“, so Rosenthal.

Die Stolle

Die Stolle war eine Schafweide, die den Dahlenrodern schon vor 100 Jahren als Spiel- und Sportplatz diente. Friedel Rosenthal hatte seit der Gründung des KSB im Jahr 1947 fünf Ferienfreizeiten organisiert. Sie waren mit einem enormen logistischen Aufwand verknüpft. In jedem Sommer mussten die Verantwortlichen ein neues Freizeitgelände erkunden und ausbauen. 1954 bekam Rosenthal vom Lehrer Link aus Dahlenrode den Hinweis, sich das oberhalb der Schule gelegene Gelände, die Stolle, anzusehen. So begann im Jahr 1955 das erste Ferien-Zeltlager für Kinder auf der Stolle.

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