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„Fire-Camp“ auf NATO-Übungsplatz

Feuerwehr Rosdorf „Fire-Camp“ auf NATO-Übungsplatz

Meterhohe Flammen schlagen aus einem Lastwagen, Kellerbrände breiten sich bis ins Dachgeschoss aus, Verkehrsunfälle mit eingeklemmten Personen: Mehrere Feuerwehren der Gemeinde Rosdorf haben im „Fire-Camp“ in Ostenholz auf dem NATO-Truppenübungsplatz Bergen Einsatz-Szenarien trainiert.

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Quelle: r

Rosdorf. Für fünf Tage waren die 250 Feuerwehrleute der Berufsfeuerwehren Hannover und Kassel sowie der Freiwilligen Feuerwehren aus Rosdorf und Hannover auf dem NATO-Übungsplatz im Einsatz. Dank der Sommerpause der Bundeswehr durften die Feuerwehren das Gelände und diverse Unterkünfte nutzen. Gemeinsam hielten sie Übungseinsätze im „Fire-Camp“ ab und trainierten teilweise drei Einsätze innerhalb von vier Stunden, sagt Rosdorfs Gemeindebrandmeister Martin Willing. Er beschreibt einen Trainingseinsatz folgendermaßen: „Am Brandort angekommen werden schnell die Wasserschläuche ausgerollt und mit ihrer Hilfe das Feuer gelöscht. Manchmal verlief der Einsatz aber mit Tücken, weil sich die Schiedsrichter immer etwas Neues einfallen ließen, um die Einsatzkräfte zu verwirren.“ In einem von der Berufsfeuerwehr Kassel gestellten Tiefbaucontainer konnte beispielsweise simuliert werden, wie verschüttete Personen bestmöglich gerettet und die Wände vor weiterem Einsturz gesichert werden können.

Täglich wurden mehrere solcher Einsätze trainiert, sodass die Feuerwehrleute kaum zur Ruhe kamen, sagt Willing. Die Feuerwehren der Gemeinde Rosdorf bekamen eine Feuerwache zugeteilt mit einer Löschbesatzung von 20 Kameraden, sechs Feuerwehrfahrzeugen und drei Rettungswagen mit Sanitäter-Personal. Die restlichen Feuerwehrfahrzeuge mussten sie aus den eigenen Standorten Obernjesa und Rosdorf mitbringen, sagte Willing. Nach jeder Übung beurteilten die Schiedsrichter den Einsatz und besprachen ihn mit dem Trupp. Szenarien wie diese könne man nur auf einem solchen Gelände trainieren, sagte der Gemeindebrandmeister. In den Kommunen seien dafür die Voraussetzungen nicht gegeben.

Für alle Teilnehmer war ein eintägiges Fahrsicherheitstraining mit Auto und Lastwagen Voraussetzung, um im „Fire-Camp“ zu trainieren. Dabei konnten die Kameraden und Sanitäter lernen, ihre Einsatzfahrzeuge unter schwierigen Verhältnissen unter Kontrolle zu behalten.

Alle Einsatzszenarien simulierte ein Team der Berufsfeuerwehr Hannover. Sogar eine Einsatzleitstelle wurde extra für die fünf Tage in der Kaserne aufgebaut, um die Einsätze zu koordinieren und die Feuerwehren zu alarmieren, wenn eine neue Simulation startete. Insgesamt trainierten die Teilnehmer 150 Szenarien in den fünf Tagen im „Fire-Camp“. Kf

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