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Flüchtlinge aus Göttingen-Weende helfen

Zeltlager Stolle in Dahlenrode Flüchtlinge aus Göttingen-Weende helfen

60 Flüchtlinge aus der Unterkunft an der Großen Breite in Weende haben am Wochenende dabei geholfen, das Zeltlager Stolle für die anstehenden Ferienfreizeiten vorzubereiten. Nebenbei blieb aber noch genug Zeit für Sport und Spiele.

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Auch Flüchtlinge halfen beim Aufbau des Zeltlagers Stolle.

Quelle: Wenzel

Dahlenrode. Sandra Tabakovic und andere Mitglieder der Flüchtlingshilfe Weende hatten die Idee, dem Förderverein Stolle bei den Aufbauarbeiten zu helfen. Dieses Angebot nahmen Peter Rosenthal und Dirk Blanke vom Förderverein dankend an. "Das ist eine tolle Aktion", sagte Tabakovic. "Wir helfen beim Aufbau und dürfen dafür ein tolles Wochenende auf der Stolle verbringen."

Beim Weender Kulturfest waren Spenden für die Flüchtlingshilfe gesammelt worden. Von dem Geld konnten die Helfer Verpflegung für das Wochenende auf der Stolle einkaufen. Unterstützung kam zudem von mehreren Sponsoren. "Dafür noch einmal vielen Dank", sagte Tabakovic.

Am Sonnabend bauten die Mitglieder des Fördervereins zusammen mit den Flüchtlingen 30 Zelte auf. "Außerdem haben wird den Sitzbereich gekärchert, das Volleyballfeld gesäubert und die Auffahrt gereinigt", sagte Rosenthal. "Die Flüchtlinge haben ganz toll mit angefasst. Das ging alles Hand in Hand", sagte Rosenthal.

"Das ist für uns natürlich eine unheimliche Entlastung." Nebenbei bleibe aber genug Zeit für Freizeitbeschäftigungen wie Fußball- und Volleyballturnier. Die Flüchtlinge fühlten sich "total wohl. Sie sind seit einem Dreivierteljahr in der Unterkunft an der Großen Breite. Die wollten einfach mal raus", erklärte Rosenthal.

Das bestätigten George Issa aus Palästina und Antonio Alassaf aus Syrien. Die beiden engagierten sich am Wochenende auf der Stolle in der Küche. "Wir haben schon Nudeln mit Tomatensoße und ein syrisches Kebab vorbereitet", sagte Alassaf. Der Ausflug auf die Stolle sei eine tolle Abwechslung.

Auch wenn sie Göttingen als Stadt sehr mögen, wie die beiden sagten. "Das ist eine schöne Stadt, in der wir uns wohl fühlen. Hier gibt es viele Studenten, viele sprechen Englisch", sagte Issa. Das sei wichtig für die Verständigung, auch wenn sie natürlich Deutsch lernten.

"Stollympia"

Seit 1949 organisiert der Kreissportbund (KSB) Göttingen Kinder- und Jugendfreizeiten. In diesem Jahr sind im Sommer zwei Freizeiten auf der Stolle geplant. Vom 2. bis 9. Juli heißt es "Stollympia". Die Woche mit "Stollympischen Spielen" voller Spiel, Spaß und Sport richtet sich an Kinder im Alter von sieben bis zwölf Jahren. Die Ferienfreizeit "(S)tolle Weltreise" folgt vom 10. bis 21. Juli und richtet sich an Acht- bis 13-Jährige. Außerdem ist im Herbst eine "Freizeit der Kulturen" geplant. Anmeldung und weitere Informationen beim KSB im Internet unter ksb-goettingen.de.

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