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Entschärfte Feuerwehrplanung

Gemeinderat Rosdorf Entschärfte Feuerwehrplanung

Mit großer Mehrheit hat der Rosdorfer Gemeinderat für den Feuerwehrbedarfsplan der Gemeinde gestimmt. Die ursprüngliche Version wurde gegenüber dem ersten Entwurf in entscheideneden Punkten entschärft. Wichtigste Änderung: Die Stützpunktfeuerwehr Obernjesa bleibt bestehen.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Rosdorf. Die ursprüngliche Fassung des Feuerwehrbedarfsplans hatte noch vorgesehen, die Obernjesaer Feuerwehr zu einer Feuerwehr mit Grundausstattung herabzustufen. Dies hätte deutliche Einschnitte, unter anderem bei der Fahrzeugausstattung, bedeutet.

Mit dem Verzicht auf die Herabstufung hat sich unter anderem Gemeindebrandmeister Martin Willing durchgesetzt, der bei der ersten Vorstellung des Bedarfsplans gleich erklärt hatte, die Feuerwehr Obernjesa habe eine besondere Bedeutung „als Stütze für den Süden des Gemeindegebiets“. Obernjesa habe zudem „eine junge und schlagkräftige Mannschaft“. Die Einstufung zu einer Feuerwehr mit Grundausstattung sei daher nicht sachgerecht.

Zweite Änderung: Die Ortsfeuerwehr Sieboldshausen wird nicht zu einer Löschgruppe herabgestuft. Allerdings nur vorerst nicht: Diese Entscheidung gilt nur bis Ende 2018. Bis dahin müssen die Sieboldshäuser nachgewiesen haben, dass ihre Feuerwehr wieder die Sollstärke aufbieten kann. Dazu muss sie sich jetzt verstärkt um Nachwuchs bemühen. In Sieboldshausen, mit 817 Einwohnern In der immerhin drittgrößten Ortschaft der Gemeinde, gibt es nur 15 Feuerleute - weniger als die gesetzlich vorgeschriebene Mindestzahl.

In der Ratssitzung am Montag stimmte die große Mehrheit für den modifizierten Bedarfsplan. Kritik an den hohen Kosten gab es von Dieter Eikenberg, für die Grünen im Gemeinderat. Zur Erhaltung der Freiwilligen Feuerwehren, entgegnet Rosdorfs Bürgermeister Sören Steinberg (SPD), gebe es jedoch keine Alternative: Eine dann notwendige Berufsfeuerwehr würde ein Vielfaches dieser Kosten verursachen.

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Von Redakteur Matthias Heinzel

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