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„Graffiti ist nicht so einfach, wie es aussieht“

Workshop für Kinder in Rosdorf „Graffiti ist nicht so einfach, wie es aussieht“

„Die unbegrenzte künstlerische Freiheit ist das Tolle daran“ - so hat Malte Orth seine Begeisterung für Graffiti zusammengefasst. Der Künstler leitete am Montag den vom Verein Rosdorfer Kinder & Jugendliche leben (Roki & Jule) organisierten Graffiti-Workshop für Kinder und Jugendliche.

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Graffiti Workshop in Rosdorf.

Quelle: Wenzel

Rosdorf. Elf Teilnehmer zwischen neun und 14 Jahren versuchten sich im Sprühen von Graffitis auf Holzbretter am Vereinsheim des Sport-Clubs Rosdorf. „Es geht darum, dass die Kinder erst einmal die Techniken kennenlernen und sie ausprobieren“, sagte Steffen Juhle, einer der Organisatoren des Workshops. „Malte erklärt zuerst die Dosennutzung, die Technik und dann wird ausprobiert. Jeder Teilnehmer kann das machen, was ihm einfällt.“

Nachdem die Kinder und Jugendlichen Holzbretter mit weißer Farbe bemalten, machten sie ihre ersten Versuche mit der Sprühfarbe. „Das Ausprobieren der Farben macht Spaß“, waren sich die beiden Brüder Nils und Paul einig. Am besten gefalle ihnen die neongrüne Farbe.

Bereits zum vierten Mal hat der Rosdorfer Verein den Graffiti-Workshop angeboten. Der Göttinger Künstler Malte Orth ist zum dritten Mal dabei. „Meine Motivation, den Workshop zu leiten, ist zum einen, etwas mit Kindern zu machen und auch ein bisschen auf sie einzuwirken“, erklärte er. „Mit Graffiti kann man sich selbst ausdrücken und es hilft, sich ein Selbstbewusstsein zu schaffen.“ Die Kinder erführen etwas über ihre eigenen Grenzen und ihr Können.

Außerdem lernten sie mit der Frustration umzugehen, wenn etwas nicht gleich auf Anhieb klappt, so der Göttinger. „Graffiti ist zu einer Zeit entstanden, als es in Amerika ein Banden-Problem gab. Es ist die friedliche, künstlerische Form der Auseinandersetzung.“

Als „schöne Sache“ bezeichnete Claudia Eilzer vom Verein Roki & Jule den eintägigen Workshop. „Es ist zwar kostenintensiv, wir wollen den Kindern aber etwas bieten. Graffiti ist nicht so einfach, wie es aussieht.“ Den Organisatoren liege auch viel daran, den Kindern zu vermitteln, dass man nicht auf alles kleine Kunstwerke sprühen darf, sagte die Rosdorferin.

Von Alisa Altrock

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