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Umzug mit Traktoren und Trauergesellschaft

Kirmes in Sieboldshausen Umzug mit Traktoren und Trauergesellschaft

Zahlreiche aufwendig gebastelte Wagen und verkleidete Gruppen sind am Sonnabend durch Sieboldshausen gezogen. Der Umzug und die Kirmes wurden zum ersten Mal vom Kirmesverein Sieboldshausen organisiert.

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Bunt geschmückte Wagen sind am Sonnabend durch Sieboldshausen gezogen.

Quelle: Soeren Kracht

Sieboldshausen. Zahlreiche aufwendig gebastelte Wagen und verkleidete Gruppen sind am Sonnabend durch Sieboldshausen gezogen. Der Umzug und die Kirmes wurden zum ersten Mal vom Kirmesverein Sieboldshausen organisiert.

Neun menschliche Bierflaschen laufen in einem gebastelten Bierkasten, der ganze Dorfstraße füllt. Ein überdimensionaler Flaschenöffner tut sein Werk, die Flaschen stoßen mit Body Check an und „Prost!“: die Damenmannschaft vom SG Grone/Sieboldshausen sorgt für feucht-fröhliche Stimmung im Kirmesumzug.

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Kirmesumzug in Sieboldshausen

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Aufsehen erregt eine Trauergesellschaft: Knapp 20 Damen der Kreativgruppe vom Heimatverein Sieboldshausen ist in elegantem Schwarz gekleidet, Hüte und Schleier verdecken die Gesichter der Trauernden. „Wir tragen den Krug zu Grabe“, heißt es auf dem Wagenbanner. Denn 2017 schließt nach 220 Jahren die einzige Dorfkneipe. Für ihre aktuelle Idee erhielten die Damen auf der anschließenden Siegerehrung die Auszeichnung für den besten Kirmeswagen. Beste Fußgruppe wurde das tanzende Zumbateam. Einen Sonderpreis bekamen zwei Kinder, die selbst einen Trecker gebastelt haben.

Auch der neue Kreisel in Sieboldshausen wird gefeiert und in Papp-Nachbildung durch die Straßen gezogen – den Hügel hinauf im Dauerlauf. Strahlende Kinder sammeln fleißig Bonbons, die auf die Straße geworfen werden. Selbst ein betagter Herr wird beinahe wieder zum Jungen und bückt sich nach den süßen Drops.

Tommy Gesche, Vorstandsvorsitzender des Kirmesvereins, sieht Kirmes und Umzug als großen Erfolg. Die Besucherzahl des Festzelts habe sich im Vergleich zu 2016 verdoppelt. Um den Fortbestand der Kirmes zu retten, nachdem frühere Organisatoren nach jahrelangem Engagement in den „Kirmes-Ruhestand“ gegangen waren, war der Verein im Dezember 2016 gegründet worden. „Wir wollten dieses große Gemeinschaftserlebnis im Dorf erhalten“, erklärt Gesche. Viele Leute beteiligten sich und seien sehr dankbar, führt er fort: „Ein paar Momente ist mir heute richtig die Luft weggeblieben, so gerührt war ich davon.“

Von Katharina Meyer

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