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„Es geht um die Sicherheit der Kinder“

Haltestelle „Vor dem Warteberge“ „Es geht um die Sicherheit der Kinder“

Nicht beleuchtet, kein Überweg, kein Wetterschutz und zu wenig Platz für wartende Schüler - dies bemängelt Erich Minne aus Rosdorf an der Bushaltestelle „Vor dem Warteberge“. Gerade im Winter stelle die Haltestelle an der Straße „An der Dehne“ in Rosdorf eine Gefahr dar.

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Bushaltestelle „Vor dem Wartberge“: Erich Minne kritisiert die dort herrschenden Zustände.

Quelle: Harald Wenzel

Rosdorf. „Derzeit ist es da morgens stockduster. Es gibt dort keine Laterne“, sagt Minne. Er habe seine Tochter, die in Groß Schneen zur Schule gehe, morgens einige Male zur Bushaltestelle begleitet und zweimal beobachtet, „dass Kinder fast unter die Räder gekommen sind“. „Morgens ist auf der Straße der Teufel los“, schildert der Lehrer im Vorruhestand. Außerdem kritisiert er, dass es keine Überdachung an der Haltestelle gebe und dass die Schüler auf einem schmalen Grünstreifen zwischen der Straße und einem Radweg auf den Bus warten müssten.

Mit seinem Anliegen wandte sich Minne Mitte Dezember an die Gemeindeverwaltung in Rosdorf und erhielt die Antwort, dass die Bushaltestelle im Haltestellenprogramm des Zweckverbandes Verkehrsverbund Süd-Niedersachsen (ZVSN) stehe und 2017 von der Gemeinde erneuert werde. Minnes Ansicht nach seien aber „sofortige Maßnahmen“ an der Haltestelle erforderlich. Sie stelle in diesem Winter „augenblicklich eine erhebliche Gefahrenquelle für die Fahrschüler“ dar, heißt es in einer seiner E-Mails an Gemeindebürgermeister Sören Steinberg (SPD). „Es geht hier um die Sicherheit der Kinder“, betont Minne. Er habe deswegen auch schon mit Steinberg telefoniert.

„Gefährdungen, Unfälle oder Ähnliches sind hier nicht bekannt“, erklärt Karsten Rindermann, zuständig für die Bauleitplanung in der Rosdorfer Gemeindeverwaltung, auf Nachfrage des Tageblatts. Eltern hätten sich bisher nur wegen der fehlenden Wetterschutzeinrichtung an die Gemeinde gewandt.

Während einer Besichtigung morgens im Dunkeln vor Weihnachten sei ihm keine „unmittelbare Gefährdungslage gegenüber anderen Bushaltestellen“ aufgefallen. Eine Fahrbahnerhöhung am Ortsausgang zwinge Autos dazu, stark abzubremsen. Die Straßenquerung rund 50 Meter südlich der Haltestelle sei genügend ausgeleuchtet und einsehbar.

Trotzdem sei eine Elektrofirma beauftragt worden, an zwei gegenüberliegenden Laternen LEDs für eine bessere Beleuchtung einzusetzen. Es gebe weitere Pläne, die Beleuchtung anlässlich der Sanierung in 2017 zu verbessern.

„Kurzfristige Maßnahmen, die innerhalb der letzten drei Wochen oder aber bis zu Beginn der Baumaßnahmen tatsächlich zu Änderungen führen, werden hier nicht gesehen“, so Rindermann. Bei der nächsten Verkehrsschau der Straßenverkehrsbehörde werde die Haltestelle besichtigt. Es bestehe die Möglichkeit, eine Geschwindigkeitsmessanlage aufzustellen.

Das sagen Gemeinderatsmitglieder dazu:

„Ich habe vor wenigen Tagen davon erfahren und werde nachhaken und mich dafür einsetzen, dass das Problem so schnell wie möglich gelöst wird“, sagt Dieter Eikenberg von der Wählergemeinschaft Gemeinsam und Transparent für Rosdorf (GuT). Er habe sich deswegen bereits mit zwei Mitgliedern im Rosdorfer Ortsrat in Verbindung gesetzt. Jörg Winter, Vorsitzender der Gemeinderatsgruppe CDU/FDP, ist das Thema bislang nicht bekannt gewesen. „Bisher scheint es eher ein Verwaltungsthema als eins in der Politik zu sein“, sagt Winter und ergänzt: „Wenn mir das bekannt gewesen wäre, hätte ich mich des Problems angenommen.“ Bislang ist es auch Ursula Barking, Vorsitzende der Gemeinderatsgruppe Grüne/Linke und Jörg Kunkel, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Gemeinderat, nicht bekannt gewesen. aa

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