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Rosdorfs Bürgermeister stellt Haushalt für 2016 vor

Defizit trotz höherer Steuererträge Rosdorfs Bürgermeister stellt Haushalt für 2016 vor

Die Gemeinde Rosdorf rechnet für die kommenden Jahre mit schlechteren Haushaltszahlen. Wegen der Krise bei Volkswagen, sagte Rosdorfs Bürgermeister Sören Steinberg (SPD) bei der Vorstellung des Haushaltsentwurfs 2016 am Montagabend im Gemeinderat

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Quelle: dpa (Symbolfoto)

Rosdorf. „Viele Städte und Gemeinden, in denen sich VW-Werke befinden“, erklärte Steinberg, „sind große Steuereinzahler in den Finanzausgleich. Somit werden in den kommenden Jahren die Schlüsselzuweisungen sinken.“
Schon im Jahr 2016 wird der Haushalt der Gemeinde Rosdorf nicht ausgeglichen sein. Der Haushaltsentwurf für das kommende Jahr sieht ein Defizit in Höhe von knapp 490000 Euro vor – obwohl einige Steuererträge höher ausfielen als ursprünglich veranschlagt.

Dabei hätten sich die Finanzen der Gemeinde durchaus positiv entwickelt, merkte Steinberg an. So habe sich die Pro-Kopf-verschuldung der Rosdorfer von 1036 Euro Ende 2011 auf 855 Euro Ende 2014 verringert. Es sei gelungen, in den vergangenen Jahren mehr als zwei Millionen Euro Schulden abzubauen.

Er gehe davon aus, so Steinberg, dass die Kassenkredite auch im laufenden Jahr um eine sechsstellige Summe gesenkt werden können. Die Höhe der Liquiditätskredite sank von vier Millionen Euro Ende 2009 auf 2,7 Millionen Ende 2014, erklärte Kämmerin Ulrike Kaemling, die dem Gemeinderat den Haushaltsentwurf im Einzelnen vorstellte. Steuern und ähnliche Abgaben sollen der Gemeinde im Jahr 2016 erstmals mehr als zehn Millionen Euro einbringen.

So rechnet die Gemeindeverwaltung mit Gewerbesteuern in Höhe von etwa 2,87 Millionen Euro. Steigen werden die Personalkosten: Hier rechnet die Gemeinde mit Aufwendungen in Höhe von 3,22 Millionen Euro, 6,77 Prozent mehr als im laufenden Jahr. „Ursachen“, erklärte Steinberg, „sind unter anderem die neuen Tarifverträge und Neubewertungen von Arbeitsplätzen.“

Ein besonders dicker Brocken ist die Kreisumlage: Mit den erwarteten 5,09 Millionen Euro wird die Umlage auf einen Rekordstand steigen. Für Sach- und Dienstleistungen, darunter Gebäude- und Straßenunterhaltung, sind etwa 2,22 Millionen vorgesehen.

Trotz des Defizits, sagte Steinberg, werde die Gemeinde Rosdorf weiter investieren. Und zwar zukunftsorientiert, nämlich in Kinderbetreuungs- und Bildungseinrichtungen sowie in die kommunale Infrastruktur. Geplant sind unter anderem das neue Feuerwehrhaus in Settmarshausen (760000 Euro gesamt) und ein neuer Hort auf dem Grundstück der ehemaligen Anne-Frank-Schule (650000 Euro abzüglich Fördermittel).

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