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Windhose fräst sich durch Dramfeld

24 Häuser und acht Scheunen beschädigt Windhose fräst sich durch Dramfeld

Ein Wirbelsturm hat am Sonntagnachmittag in Dramfeld 24 Häuser und acht Scheunen teils stark beschädigt. Dächer wurden abgedeckt, Bäume mit einem Durchmesser von bis zu 30 Zentimetern entwurzelt oder einfach abgerissen.

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Die Windhose fräste sich durchs Dorf und deckte Dächer ab.

Quelle: HW

Dramfeld. Genau um 15.38 Uhr näherte sich die Windhose dem Dorf von Westen her. Niklas Schönwälder beobachtete den Beginn: Er beobachtete, wie noch vor dem Ort abgerissene Äste und andere Gegenstände kreisförmig durch die Luft wirbelten. Zuerst traf es die Dramfelder Schule, die jedoch nur leicht beschädigt wurde. Allerdings wurden so gut wie alle Bäume der Streuobstwiese abgerissen – einige davon wurden bis zu 40 Meter weit durch die Luft gewirbelt.

Dann zog die Windhose in Richtung Ortsdurchfahrt weiter. Erst habe es ein wenig zu regnen angefangen, sagt Christian Köberle, der zu diesem Zeitpunkt in seinem Wohnzimmer im ersten Stock saß. Dann habe es zu wehen begonnen, bis dann urplötzlich rund um sein Haus große Bäume entwurzelt wurden, „wie Streichhölzer“ abbrachen oder riesige Äste durch die Luft wirbelten.

Danach fräste sich die Windhose weiter durchs Dorf, deckte weitere Dächer ab und riss in Gärten reihenweise Bäume um. Am nordöstlichen Ende des Dorfes erwischte es eine große Scheune, die weitgehend abgedeckt wurde.

„Wie durch ein Wunder“, sagte Rosdorfs Bürgermeister Sören Steinberg (SPD), sei niemand verletzt worden: „Das ist das Allerwichtigste.“ Hunderte von Dachziegeln waren durch die Luft gewirbelt . Ein in der Ortsdurchfahrt abgestellter Lieferwagen wurde total zerbeult und musste abgeschleppt werden. Menschen kamen trotz der großflächigen Zerstörungen jedoch nicht zu Schaden. Um die 100 Bäume wurden abgerissen oder entwurzelt. Die Sachschäden schätzen Polizei und Feuerwehr auf einen sechsstelligen Betrag im oberen Bereich.

„In 18 Jahren Dienstzeit“, sagte Gemeindebrandmeister Martin Willing, „habe ich so etwas noch nicht erlebt.“ 36 Feuerwehrleute aus Obernjesa, Sieboldshausen und Dramfeld waren unterwegs, um Gebäude zu sichern, Straßen abzusichern, Schäden aufzunehmen und den Verkehr umzuleiten.

Die Schäden an der Dramfelder Schule blieben so gering, dass morgen regulär unterrichtet werden kann, sagte Schulleiterin Susanne Jordan. Klassenräume und damit Schüler seien nicht gefährdet. Die Ortsdurchfahrt allerdings bleibt bis auf weiteres halbseitig gesperrt. Befahrbar wird allein die Fahrbahn Richtung Mariengarten sein. Allerdings wird eine Ampel installiert, so dass auch Fahrten in Richtung Obernjesa möglich sind.

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