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Süd-Haltepunkt frühestens nach 2025

Landesverkehrsgesellschaft stellt neue Bahnhofs-Varianten vor Süd-Haltepunkt frühestens nach 2025

Das Interesse war groß. Auch Göttinger Rats- und Kreistagsabgeordnete kamen, als am Montag in der Ratssitzung Ergebnisse einer ersten Studie zum künftigen Bahnhaltepunkt Rosdorf vorgestellt wurden. Das Ergebnis: Nicht Nord, nicht Süd, sondern Rosdorf Mitte lässt sich wohl am ehesten realisieren.

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Soll reaktiviert werden: Der Bahnhof Rosdorf.

Quelle: CH

Rosdorf. Untersucht wurden von der Niedersächsischen Landesverkehrsgesellschaft (NLVG) drei Standorte für einen reaktivierten Bahnhaltepunkt, und das mit Untervarianten. Vera Siegmund von der NLVG beschrieb die Ergebnisse als grob, die Kosten als Schätzung. Die Kommune wäre jeweils mit 25 Prozent der Baukosten beteiligt. 75 Prozent trägt das Land. Geplant werden 90 Meter lange und 2,75 Meter breite Bahnsteige. Ob ein Fahrgastpotenzial zur Verfügung steht, wurde gar nicht überprüft. 2500 Bewohner im Einzugsbereich reichen – und die sind in allen drei Fällen vorhanden.

Variante I am alten Bahnhof im Süden gilt zwar als naheliegend, sie könnte aber sehr teuer werden oder dürfte frühestens nach 2025 realisiert werden. Untersucht wurden zwei Varianten: mal mit beiden Bahnsteigen nördlich des bestehenden Bahnüberganges, mal mit einem Süd-Bahnsteig südlich des Überganges, was den Vorteil hätte, dass die Schranken bei einem Zughalt nicht so lange geschlossen bleiben müssen. In beiden Fällen müssen aber Signalanlagen umgesetzt und eine Weiche verschoben werden, was zu Gesamtkosten von rund drei Millionen Euro führt. Weil die Bahn AG erst ab 2025 auf einen neuen Automatik-Fahrbetrieb umstellt, will sie vorher an die Signale nicht heran. Danach sind diese ohnehin überflüssig.

Variante II ist ein Haltepunkt in Höhe der Rase-Unterführung. Die Bahnsteige vom Fußweg an der Rase aus zu erschließen, dürfte an der geringen Höhe der Unterführung scheitern, zumal bei Hochwasser der Weg nicht passierbar sein könnte. Als Variante könne eine Fußgängerbrücke gebaut werden, die samt Aufzügen (allein 800 000 Euro) bis zu 3,5 Millionen kosten würde. Flächen für Park-und-Ride stünden hier nicht zur Verfügung, nicht einmal für Fahrräder. Es könnte aber eventuell Fläche angemietet werden.

Variante III wäre ein Haltepunkt südlich der Göttinger Straße im Norden. Hier verläuft die Bahnlinie aber schon in einem Einschnitt. Durch Rampen von der Straße würden die Bahnsteige erschlossen. Das würde rund drei Millionen Euro kosten. Parkraum gibt es hier gar keinen. Außerdem läge der Haltepunkt Göttingen am nächsten. Hier äußerten Ratsherren Zweifel, ob sich die Kurzstrecke überhaupt lohne. Einigkeit herrschte, die die weiteren Überlegungen die Bürger einzubeziehen.

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