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Unglauben angesichts des doppelten Thomas

Thomas Oppermann in Rosdorf Unglauben angesichts des doppelten Thomas

Bei einem Besuch verschiedener Einrichtungen in der Gemeinde Rosdorf hat sich Thomas Oppermann, Fraktionsvorsitzender der SPD im Deutschen Bundestag, auch den Anne-Frank-Sprach-Kindergarten angesehen. 40 Kinder aus sieben Nationen erhalten hier vom Bund mitfinanzierte Sprachförderung.

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Thomas Oppermann zu Besuch in Rosdorf.

Quelle: Hinzmann

Rosdorf. Erst schaute der kleine Harisch ungläubig, dann protestierte er ganz entschieden: "Nein, das ist der Thomas! Nicht du." Mit seinem Vornamen konnte Oppermann im Anne-Frank-Kindergarten nicht punkten. Der einzige Thomas, den die Kleinen gelten lassen, ist Thomas Hettenhausen, der Leiter der Einrichtung.

Kitas durch Sprachfördergung unterstützt

Der berichtete am Freitagmorgen anlässlich des Besuches von Oppermann und dem Gemeindebürgermeister Sören Steinberg (SPD), wie hilfreich das Programm des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in der Praxis ist, Kitas mit hohem Anteil nicht-deutschsprachiger Kinder durch eine zusätzliche Sprachförderung zu unterstützen.

In den Anne-Frank-Kindergarten gehen derzeit 40 Kinder in zwei Gruppen. Aktuell stammen 75 Prozent von ihnen aus Elternhäusern, in denen nicht Deutsch die Muttersprache ist. Sieben fremde Sprachen - Arabisch, Serbokroatisch, Russisch, Kurdisch, Polnisch, Romai und Thai - sprechen die kleinen Besucher der Einrichtung derzeit. Mit einer halbtags angestellten Fachkraft üben sie auch die deutsche Sprache. Das sei im Kindergartenalter viel einfacher, als später in Schulzeit oder gar bei Erwachsenen mühsam und oft kostspielig Deutschunterricht zu erteilen.

Puzzlen mit Oppermann

Der Bund fördert die Sprach-Lehrkraft seit 2011 mit jährlich 25 000 Euro. Das reiche zwar nicht, so die Gemeinde, denn die Mitarbeiterin musste fest angestellt werden, aber sei äußerst hilfreich. Bis 2019, so rechnet Steinberg, werde der jährliche Förderantrag sicher bewilligt. Elf Kindergärten im Kreisgebiet, so Oppermann, erhalten die Sprachförderung vom Bund. Es sind in der Regel solche, in die viele Kinder mit fremder Muttersprache oder aus schwierigen Sozialverhältnissen gehen. Und die Sprachförderung wirkt. Der kleine Harisch jedenfalls konnte mit dem Besuch aus Berlin nicht nur puzzlen und mit dem Blechauto spielen, sondern auch darüber diskutieren, wer nun für ihn der einzig wahre Thomas ist.

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