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Morgens kalt, mittags heiß

Unterrichtscontainer sorgt für Unmut Morgens kalt, mittags heiß

Das Urteil der Schüler der Klasse 3c über den neuen Unterrichtscontainer auf dem Hof der Heinrich-Grupe-Schule ist eindeutig: „Es ist so heiß!“, meint nicht nur Kiara (7 Jahre). Kein Wunder: Der Blechcontainer steht ab dem frühen Mittag in der prallen Sonne und hat keine Klimaanlage. Abhilfe gibt es derzeit noch nicht.

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Seit Schuljahresbeginn wird wegen akuten Platzmangels eine dritte Klasse der Heinrich-Grupe-Schule in einem Container unterrichtet.

Quelle: Swen Pförtner

Rosdorf. Der Container musste zum Schuljahresbeginn wegen akuten Platzmangels in der Heinrich-Grupe-Schule aufgestellt werden. Zur letzten Unterrichtsstunde am heißen Donnerstagmittag hatte das Thermometer in der weißen Blechbox die 30-Grad-Marke schon längst überschritten.

Containern fehlt eine Klimaanlage und eine Heizung

Kein Wunder, sagt Schulleiterin Elke Bornemann-Polzer: Nur in den Vormittagsstunden steht der Container im Schatten. Mittags hingegen ist es nicht nur heiß darin, sondern auch feucht und stickig, weil nicht richtig gelüftet werden kann: Wegen der Sonne müssen die Jalousien unten bleiben.

Die Wärme ist nicht das einzige Problem des Unterrichtscontainers. „Morgens ist es immer ganz kalt“, sagt Finn (8). „Da müssen wir Jacken anhaben“, ergänzt Sarah (8). Denn dem Container fehlt nicht nur eine Klimaanlage, sondern auch eine Heizung. Bei besonders niedrigen Temperaturen vor einigen Tagen wurden provisorische Heizkörper aufgestellt, die jedoch so heiß wurden, dass die Kinder Gefahr liefen, sich zu verbrennen. „Und es hat gestunken“, meint Malik (8). Bei einem Elternabend in der vergangenen Woche beschwerten sich auch die Eltern über das Provisorium.

Die Gemeinde Rosdorf, als Schulträger für die Aufstellung des Containers verantwortlich, wehrt sich: „Der Behelfsraum ist vom Landkreis genehmigt und entspricht den Vorschriften“, sagt Bürgermeister Sören Steinberg (SPD). Ob der Container zu Unterrichtszwecken oder anderweitig genutzt werde, sei Sache der Schulleitung.

Die hingegen möchte ihre für besondere pädagogische Aufgaben vorgesehenen Räume nicht ohne weiteres zu Notunterkünften für ganz normalen Unterricht machen, meint Bornemann-Polzer. Stattdessen wolle sie der Gemeinde in der kommenden Woche Vorschläge unterbreiten, wie das Hitze-/Kälteproblem angegangen werden könne - ohne Kosten für die Schule.

Der größte Wunsch der 3c: „Wir wollen so schnell wie möglich wieder einen richtigen Klassenraum haben“, sagt Jano (8).

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Von Redakteur Matthias Heinzel

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