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Immer weniger Raser am neuen Blitzer

"Ziel erreicht" Immer weniger Raser am neuen Blitzer

An der neuen Radarfalle am Autobahndreieck Drammetal werden immer weniger Raser registriert. „Offenbar spricht sich die Anlage rum“, sagt Ulrich Lottmann, Sprecher der Göttinger Kreisverwaltung. Inzwischen blitze es etwa 300- bis 350-mal am Tag, vor drei Wochen wurden noch 800 Raser täglich erwischt.

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Der neue Blitzer auf der A7 bei Dramfeld.

Quelle: Heller

Dramfeld. Seit Ende Januar ist die neue Geschwindigkeitsmessanlage vor der fast kreisförmigen und sich zuziehenden Kurve von der A38 auf die A 7 Richtung Süden scharf gestellt. Wenige Tage nach der Installation hatte sie an einem Tag noch 3890 Fahrzeuge mit unerlaubter Geschwindigkeit gezählt. Vergangenen Freitag seien es nur noch 466 gewesen, so Lottmann.

An dem Tag habe die Anlage insgesamt 6619 vorbeifahrende Fahrzeuge registriert. Der Anteil der Verkehrssünder betrug damit 7,15 Prozent. Der Spitzenreiter sei mit 90 km/h in die gefährliche Kurve gefahren. Erlaubt sind in der Kurve 30 Stundenkilometer.

Die bisherigen Messungen zeigten auch, dass bei Nacht häufiger als tagsüber zu schnell gefahren werde. Dann betrage der Anteil der Raser 20 Prozent, sagt Lottmann. Die weitaus meisten Temposünder würden zudem mehr als 21 km/h zu schnell fahren. Damit bewegten sie sich bereits im Bußgeldbereich. Wer nur etwas zu schnell fährt, kommt mit einer Verwarnung und einer geringeren Geldstrafe davon.

Inzwischen pendele sich die Zahl der Raser bei 300 bis 350 pro Tag ein, bilanziert Lottmann. Damit werde das erzieherische Ziel des Landkreises und seiner Partner in Verkehrsangelegenheiten erreicht. Der neue Blitzer vor der sogenannten Hundskurve solle an erster Stelle präventiv wirken und Unfälle durch Raser verhindern.

2012 seien dort 29 Unfälle registriert worden, 2013 bereits 34 und im Folgejahr 57. Nach den ersten Unfällen hatten Polizei, Straßen- und Verkehrsbehörde die erlaubte Höchstgeschwindigkeit auf 30 Stundenkilometer reduziert, Warnhinweise aufgestellt und ein Überholverbot eingerichtet – alles ohne nennenswerte Erfolge.

Die Radaranlage sei bewusst sichtbar aufgestellt worden, damit Autofahrer vor der Kurve und einem eventuellen Blitz noch rechtzeitig abbremsen können. Auch das widerlege den „Vorwurf der Abzocke“ durch den Landkreis, sagt Lottmann. Ergänzend werde Landrat Bernhard Reuter (SPD) bei der zuständigen Landesbehörde für Straßenbau ein weiteres Straßenschild mit dem Hinweis „Achtung Radarmessung“ anregen.

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