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Wochen-Freizeit mit 30 jungen Flüchtlingen

Auf der Stolle Wochen-Freizeit mit 30 jungen Flüchtlingen

Eine Auszeit von der Flüchtlingsunterkunft haben gut 30 junge Geflüchtete in der auslaufenden Woche genommen. Die Organisatoren des Freizeitlagers Auf der Stolle im Wald oberhalb von Dahlenrode hatten ein umfangreiches Programm mit Musik, Theater, Kunsthandwerk und Vielem mehr vorbereitet.

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Auf der Stolle konnten die Jugendlichen zwischen unterschiedlichen Aktivitäten wählen.

Quelle: Wenzel

Dahlenrode. Aus Syrien, dem Irak, Afghanistan und Eritrea stammen fast alle Teilnehmer – Ländern, dessen Klima sich vom deutschen Herbst deutlich unterscheidet. So suchten beim Musizieren mit Christiane Eiben und der Jugend-Musikgruppe Better Than am Mittwoch im Vereinshaus einige Teilnehmer die Wärme des Kamins.

"Gar nicht schüchtern"

Doch auch ohne flackerndes Feuer schaffte es Eiben, den Jungen und Mädchen einzuheizen: Es dauerte nicht lange, und die jungen Flüchtlinge sangen zu Hits wie „Every Breath Vou Take“ von The Police engagiert mit. Wie bei deutschen Jugendlichen meist auch waren es die Jungen, die sich anfangs etwas schwerer taten und auch manch andere Angebote zunächst als etwas albern abtaten. „Aber die Mädchen“, freute sich Eiben, „waren gar nicht so schüchtern.“

Nicht nur beim gemeinsamen Singen hätten so gut wie alle nach kurzer Zeit engagiert mitgemacht, sagte Organisator Daniel Rosenthal, dessen Vater Peter die Idee zu der Flüchtlings-Woche auf der Stolle hatte. Aber nicht nur Unterhaltung stand auf dem Programm, sondern auch das Thema kulturelle Unterschiede. So habe es Gruppengespräche, getrennt nach Mädchen und Jungen, gegeben, sagt Rosenthal: „Ein Thema war die Kleidungskultur in Deutschland.“ Da bestehe einfach Erklärungsbedarf „weil Jugendliche aus diesen Ländern völlig andere Sitten gewöhnt sind“.

Ein ganz großer Erfolg

Rosenthal hat zu Beginn am Montag ein paar Anlaufschwierigkeiten beobachtet. „Da blieben die Teilnehmer aus den einzelnen Ländern eher unter sich.“ Rosenthal sieht Sprachschwierigkeiten als Grund. Doch das habe sich schnell geändert. Die Gruppen hätten sich schnell gemischt und auf Deutsch miteinander geredet. Das, erklärt Rosenthal, sei „ein ganz großer Erfolg“ und ein wichtiges Element gelingender Integration. Dazu passe es, dass im Betreuerteam auch zwei junge Männer aus Eritrea waren.

Freizeit der Kulturen Auf der Stolle.

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Auch dass das Zeltlager Auf der Stolle „eigentlich nicht für den Herbst gemacht ist“, meint Rosenthal, habe den Teilnehmern wenig ausgemacht. Eigentlich hatten die Organisatoren gehofft, die Flüchtlingsgruppe mit deutschen Jugendlichen zusammenbringen zu können. „Trotz intensiver Bemühungen an Schulen, Sportvereinen und über die Kirche“, bedauert Peter Rosenthal, „haben wir keine deutschen Kinder für die Freizeit gewinnen können.“

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