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Zwei Feuerwehren vor dem Aus

Feuerbedarfsplan für Rosdorf Zwei Feuerwehren vor dem Aus

Die Freiwilligen Feuerwehren in Lemshausen und Sieboldshausen sollen aufgelöst werden. Das empfiehlt der Feuerwehrbedarfsplan für die Gemeinde Rosdorf. Vorgestellt wurde der mit Spannung erwartete Entwurf für den noch zu beschließenden Plan am Dienstagabend im Gemeinde-Feuerwehrausschuss.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Rosdorf. Claus Lange, Chef der Feuerwehr Hannover, war mit der Erstellung des Plans beauftragt worden und erläuterte zu Beginn die Bewertungsgrundlagen. Berücksichtigt und analysiert wurden unter anderem die Einsätze der vergangenen fünf Jahre, die Einwohnerzahl in dem zu betreuenden Gebiet, das Vorhandensein von Gewerbe und Sonderrisiken wie beispielsweise ein höheres Gefahrenpotenzial durch die Autobahn.

Diese Faktoren in Beziehung gesetzt zu den Personalstärken der einzelnen Feuerwehren im Rosdorfer Gemeindegebiet bedeuteten schlechte Nachrichten für die Freiwilligen Feuerwehren in Lemshausen und Sieboldshausen. In Lemshausen mit seinen 273 Einwohnern, so Langes Auswertung, gebe es nur 20 Feuerwehrleute. Und in Sieboldshausen, mit 817 Einwohnern immerhin die drittgrößte Ortschaft der Gemeinde, sogar nur 15. Dies bedeute, dass die gesetzlichen Vorgaben nicht erfüllt seien, zumal die Zukunft keine Besserung verspreche.

Langes Verdikt für beide Wehren: nicht zukunftsfähig. Beide Dörfer, dazu auch noch Atzenhausen, seien außerdem „nicht tagesalarmsicher“ - im Brandfall könnten die Vorgabezeiten für Einsätze nicht garantiert werden.

Sollte der Feuerwehrbedarfsplan umgesetzt werden, hätte er gravierende Konsequenzen auch für die Feuerwehr in Obernjesa. Sie ist derzeit als Stützpunktfeuerwehr mit mindestens zwei Fahrzeugen ausgestattet. Gehe es nach dem neuen Bedarfsplan, würde Obernjesa zu einer Feuerwehr mit Grundausstattung mit nur einem Mannschaftstransportwagen zurückgestuft.

Hier setzte erste Kritik ein. Gemeindebrandmeister Martin Willing erklärte, die Feuerwehr Obernjesa habe eine besondere Bedeutung „als Sütze für den Süden des Gemeindegebiets“. Obernjesa habe zudem „eine junge und schlagkräftige Mannschaft“. Dies müsse vor einer Verabschiedung des Feuerwehrbedarfplans durch den Gemeinderat noch einmal diskutiert werden, sagte Willing.

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