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Mein Wunschzettel

Weltverbesserungsvorschläge von Imre Grimm Mein Wunschzettel

2016 hat als Jahr nicht unbedingt für allgemeine Begeisterung gesorgt, um es milde auszudrücken. Grund genug, einmal klar zu formulieren, was 2017 im Großen und Kleinen viel besser und ganz anders laufen sollte.

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So wird 2017

Mal abgesehen von den wirklichen, großen Katastrophen: 2016 hat auch mit Kleinkram für Ärger gesorgt. Da muss man doch was ändern können.

Quelle: Dennis Skley / CC BY-ND 2.0

Lieber Gott, es ist Weihnachten, und ich habe ein paar Wünsche. Vielleicht lässt sich ein paar verwirklichen, damit die Welt 2017 eine bessere wird. Ich wünsche mir, …

… dass Sarah und Pietro Lombardi endlich ein Hobby finden und in ihrer Freizeit nicht mehr gelangweilt bei "Bild" anrufen.

… dass ich endlich eine passende Story für folgende Knallerüberschriften finde: "Sinti aus Marzahn", "Ankara Merkel", "The Vinyl Countdown", "Natural Born Kieler" und "Dinkel war's, der Mond schien helle".

… dass jemand Donald Trump die Brain-Taste bei Twitter zeigt.

… dass Kinder zu ihrer Mutter nicht "Katrin" sagen. Auch wenn sie Katrin heißt.

… dass junge Menschen aus ästhetischen Gründen damit aufhören, ihr Handy beim Telefonieren waagerecht vor das Gesicht zu halten.

… dass 2016 im Rückblick als "das Jahr, in dem die Populisten mal kurz dachten, ihnen gehöre die Zukunft" in die Geschichte eingehen wird.

… dass Jérome Boateng mein Nachbar wird und Alexander Gauland nicht Alterspräsident des Bundestages.

… dass die Leute von Netflix sich mal ein bisschen sputen mit den nächsten Staffeln von "The Crown".

… dass Königin Elizabeth II. weiter regiert, bis die Welt wieder in Ordnung ist.

… dass nicht mehr die Dummen so sicher und die Gescheiten so voller Zweifel sind, sondern umgekehrt.

… dass das Leben durch eine globale, ptolomäisch-pneumoplasmatische, infrathermohyperkonvexe Konvergenzkatalyse im kommenden Jahr um 20 Prozent langsamer verläuft.

… dass David Bowie, Prince, Leonard Cohen und Elvis auf einer Wolke im Himmel das nächste große Ding planen.

… und dass an Heiligabend um Mitternacht ein Engel vor meiner Tür steht und sagt: "Guten Abend! Sie machen sich Sorgen über den Zustand der Welt? Das müssen Sie nicht. Wir arbeiten daran."

Fröhliche Weihnachten. 

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