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Mode & Stil So wird das Shirt korrekt verstaut
Sonntag Mode & Stil
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20:02 20.04.2018
Rein oder raus: Die Frage, ob und wie ein Hemd oder gar T-Shirt in die Hose gesteckt wird, ist eine Wissenschaft für sich. Quelle: Photo by NordWood Themes on Unsplash
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Hannover

In der Männermode scheint vieles übersichtlicher und unkomplizierter zu sein als bei den Damen. Zumindest auf den ersten Blick. In Zeiten von “Fast Fashion“, in denen alle paar Wochen ein neuer Trend ausgerufen wird, ist nicht nur der Anzug eine Konstante. Auch Jeans, Hemden und T-Shirts für Männer sind modischen Veränderungen gegenüber weitgehend unempfindlich.

Doch während sich Frauen häufig die Frage “Was soll ich bloß anziehen?“ stellen, geht es für Männer beim Tragen von Kleidung nicht selten um das Wie. Neben dem immer wieder mal gängigen Krawattenproblem (Farbe, Form, gänzlicher Verzicht?) und vereinzelt geführten Diskussionen darüber, ob Sneakers zum Anzug ein Fehltritt oder ein Fashionstatement sind, bereitet vielen Männern vor allem die Frage danach, ob und wie ein Hemd oder T-Shirt in die Hose gesteckt wird, offenbar viel Kopfzerbrechen.

Im Internet gibt es in Tausenden (!) Foren und Videos Anleitungen, deren Überschriften den Grad der Verzweiflung bei entsprechenden Suchanfragen widerspiegeln: “How to Hemd in Hose stecken?“

Die “Slim-Fit“-Ära neigt sich dem Ende zu

Tatsächlich gibt es unterschiedliche Methoden und Techniken wie man sie sonst nur vom Schlipsbinden kennt. Dahinter steckt die Befürchtung, das Hemd könnte ganz herausrutschen oder zumindest die Taille wie ein Rettungsring umwabern. Um dem entgegenzuwirken, gilt die Methode des sogenannten Military Tuck als besonders effektiv: Gerade hinstellen, die Seiten des Hemdsaums gleichzeitig nach unten straff ziehen und die Nähte jeweils zu diagonalen Falten nach hinten klappen. Dann den Gürtel festschnallen, damit die Falttechnik auch hält und die Knopfleiste eine Linie mit der Gürtelschnalle bildet.

Wen die zuweilen umständlichen Zeichnungen, Beschreibungen und Tutorials zum Hemdreinstopfen noch ratloser machen, dürfte sich diesen Sommer kaum noch aus der Tür wagen, denn jetzt werden auch T-Shirts im Hosenbund verstaut. Das war in etwa so lange verpönt wie das Tragen von Bundfaltenhosen. Doch die sind nun wieder zurück.

Schuld sind vor allem italienische Modemacher wie Gucci. Aktuell gilt in der Herrenmode wieder “mehr Volumen“. Die “Slim-Fit“-Ära neigt sich dem Ende zu. Wer es trotzdem figurbetont mag, trägt zur weiten Hose gerade geschnittene T-Shirts, die locker fallen und nicht zu kurz sind. Der hohe Bund der Bundfaltenhose verhindert von sich aus ein Rausrutschen.

Zipfel in die Hose

Gürtel oder Bauchtasche gelten bei diesem Look als Muss. Auch unter Sakkos ist das T-Shirt erlaubt, wenn es korrekt in der Anzughose steckt. Vorzugsweise ist es dann einfarbig und aus edlem Stoff wie etwa Mark Zuckerbergs graue Kaschmirshirts des italienischen Luxuslabels Brunello Cucinelli.

Zur Jeans hingegen wird das ­T-Shirt weiterhin drüber getragen. Gleiches gilt für Freizeithemden, die einen geraden Saum haben. Hat das Hemd Zipfel, gehört es in die Hose. Und das komplett. Der Half Tuck, bei dem nur ein Teil des Hemdes vorn oder seitlich hinterm Gürtel versteckt wird, gilt eher als ein figurschmeichelnder Trick für Frauen.

Oberstes Gebot bei aller Friemelei ist: Niemals das T-Shirt oder das Oberhemd in die Unterhose stopfen, wohl aber das Unterhemd. Und: Finger weg vom Sweatertucking, also dem Stopfen dicker Pullis in den Bund. Andernfalls wäre das wirklich ein Grund zum Verzweifeln. Nicht nur für den Träger.

Von Kerstin Hergt

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