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Für Jennifer Rust bleibt es bei einem Saisontor

Sparta-Stürmerin fällt ein Jahr aus Für Jennifer Rust bleibt es bei einem Saisontor

Jennifer Rust wird eine einjährige Fußballpause einlegen müssen. Ein komplizierter Schien- und Wadenbeinbruch setzt die Stürmerin des Frauenfußball-Oberligisten Sparta lange außer Gefecht. „Ich gehe davon aus, dass das 1:0 gegen Hildesheim mein einziges Saisontor bleiben wird.“

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Wird im Sparta-Sturm schmerzlich vermisst: Jennifer Rust.

Quelle: Heller

Göttingen. Die 26-Jährige hatte sich im ersten Heimspiel der Saison am vergangenen Sonntag gegen Tabellenführer Hildesheim in der 25. Minute verletzt. „Die Situation geht mir ständig durch den Kopf. Es war kein Foul, es war einfach unglücklich. Ich habe sofort gemerkt, dass das Bein durch ist“, berichtet sie vom Zusammenstoß mit der herauslaufenden Torfrau. Schockiert sei sie gewesen. „Ich bin eigentlich die totale Memme, aber da auf dem Platz habe ich keine Träne vergossen.“ Per Hubschrauber wurde der Notarzt eingeflogen, der noch auf dem Platz das Bein richtete. Dann ging es – begleitet von ihrer Mutter – ins Weender Krankenhaus, wo sie knapp eine Stunde nach ihrer Einlieferung bereits operiert wurde.

 
„Meine Mutter hatte schon lange nicht mehr zugeschaut, aber ausgerechnet bei diesem Spiel war sie dabei. Mein Vater ist sofort aus Frankfurt gekommen. Abends war dann die ganze Familie da.“ Und auch in den letzten Tagen war immer jemand aus der Familie, Mannschaft oder dem Freundeskreis am Bett. „Die Reaktionen berühren mich. Einige meiner Mitspielerinnen haben auf dem Platz geweint.“ Auch ihre beiden Chefs aus dem Universitäts-Klinikum haben die Kauffrau im Instandhaltung-Management schon besucht.

 
Erste Gehversuche hat sie bereits mit der Physiotherapeutin auf dem Gang im Krankenhaus unternommen, am Donnerstag wird sie allerdings noch einmal operiert: „Das Wadenbein wird geplattet.“ Von schwerwiegenden Verletzungen, die eine Operation nach sich ziehen, war sie zuvor verschont geblieben. „Das ist mein erster Krankenhausaufenthalt“, erzählt Rust.

 
Ihr Trainer Norbert Meyer hatte den Ausfall schon unmittelbar nach dem Spiel beklagt: „Mir fehlen jetzt 37 Tore aus der vergangenen Saison.“ Damit zählte er die 22 Treffer der verletzten Stürmerin und die 15 von Ramona Reichpietsch, die das Team aus beruflichen Gründen in Richtung Celle verlassen hatte, zusammen. Nach der Meisterschaft in der Vorsaison liegt Sparta nun am Tabellenende, hat Tore und Siege bitter nötig. „Vielleicht findet sich ja unter meinen Mitspielerin eine, die ihr Stürmer-Gen entdeckt“, hofft Rust. „Es muss ja auch nicht eine  sein, die zwanzigmal trifft. Wenn vier Leute jeweils fünf Tore schießen, wäre uns ja auch schon geholfen.“

Von Kathrin Lienig

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