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16-jähriger Torwart aus Klein Lengden spielt für 96

Sündermanns Vorbild heißt Neuer 16-jähriger Torwart aus Klein Lengden spielt für 96

Er ist Fußballer, gehört zu den besten Nachwuchstorhütern Niedersachsens, und er kommt aus Klein Lengden: Der 16-jährige Marlon Sündermann läuft für Hannover 96 in der B-Junioren-Bundesliga Nord/Nordost auf.

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In Aktion: Marlon Sündermann fängt in der B-Junioren-Bundesliga Nord-Nordost im Spiel gegen Werder Bremen einen Ball.

Quelle: EF

Klein Lengden. Sein Ziel ist die Profikarriere – und dafür nimmt der Keeper einen engen Terminplan auf sich.

Obwohl er das entsprechende Angebot hatte, hat sich Marlon gegen einen Internatsplatz in Hannover entschieden und geht nach wie vor in Göttingen zur Schule. Er besucht die elfte Klasse des Felix-Klein-Gymnasiums, hat die Leistungskurse Sport und Biologie/Mathematik gewählt. Im Gegensatz zu seinen Mitschülern fängt der Stress für den Fußballer nach Schulschluss erst an. „Nach der Schule geht es gleich hoch“, sagt er und meint damit Hannover – der ICE bringt ihn zum 96-Training.

„Ich wollte mein Abi lieber in Göttingen machen“, unterstreicht Sündermann, der mit den Hannoveranern in der B-Junioren-Bundesliga auf Eintracht Braunschweig und den VfL Wolfsburg, aber auch auf Jena, Cottbus oder Kiel trifft. „Die Ambition, Profi zu werden, habe ich auf jeden Fall“, stellt der Klein Lengder, der im Mai 17 Jahre alt wird, klar.

Die Zeichen stehen nicht schlecht: So hat er bereits am Training der 96-Profis teilgenommen und auch schon mit dem U-23-Team trainiert. „Das ist schon ein großer Unterschied zu den Junioren“, berichtet Sündermann. Unter anderem seien die Schüsse viel härter, nach der Übungseinheit glühen die Fäuste. Das Vorbild des 16-Jährigen ist Nationaltorwart Manuel Neuer (1,93 Meter). Er selbst ist bisher 1,82 Meter groß und hat somit auch in dieser Hinsicht noch etwas aufzuholen. „Ein bisschen wäre noch gut, aber ich glaube, das kommt noch“, sagt er.

Das Talent hat früher auf der Position des Mittelfeldregisseurs gespielt und später in der Bezirksliga beim JFV Göttingen als Stürmer. Wegen Personalmangels wurde er „in den letzten fünf, sechs Spielen“ der Saison ins Tor gestellt – wo er auch später in der Landesliga blieb.

Bei Hannover 96 absolviert er mittlerweile sein zweites Jahr und fühlt sich sehr wohl. „Ich verstehe mich mit allen sehr gut“, sagt er. Groß war die Umstellung trotzdem: „Das Training ist durchorganisiert, der Trainer kümmert sich hauptberuflich um die Mannschaft, die Intensität ist höher“, berichtet der Klein Lengder. Früher hatte er zwei Lieblingsvereine, neben 96 war das der FC Bayern. Heute findet er nur noch Hannover 96 gut.

Bei den „Roten“ hat Sündermann einen Fördervertrag bis 2017, bis zum Ende seiner Zeit als A-Junior, die in diesem Sommer beginnt. Bis dahin hat er dann wahrscheinlich sein Abitur in der Tasche, den Stress jedenfalls hat er ziemlich gut im Griff: „Es bleibt Zeit übrig“, sagt der 16-Jährige, zu dessen nächsten Etappenzielen als A-Junior von 96 ein Auftritt beim großen Hallenfußballturnier in der Göttinger Lokhalle um den Sparkasse & VGH-Cup gehört. Im vergangenen Januar war er wegen Personalmangels fast schon dabei – im nächsten Jahr soll es dann endlich so weit sein.

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