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32. Ulrich-Jünemann-Hallenfußballturnier in Duderstadt

„Wo ist jetzt euer Jubel?“ 32. Ulrich-Jünemann-Hallenfußballturnier in Duderstadt

Als alles vorbei war, schlich Pascal Bigalke noch ein bisschen trauriger als seine Mitspieler vom Platz. Der Akteur der SG Rhume hatte am Sonntag Geburtstag, doch den Sieg beim Ulrich-Jünemann-Hallenfußballturnier konnte der Neu-21-Jährige mit seinen Mitspielern nicht feiern – den schnappte sich nach einem spannenden Endspiel der SV Germania Breitenberg.

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Feiern den Turniersieg: die Spieler des SV Germania Breitenberg jubeln nach dem 2:1-Finalerfolg gegen die SG Rhume.

Quelle: Pintschak

Duderstadt. Dass der Bezirksligist am Ende die Nase mit 2:1 vorne hatte und sich zum insgesamt sechsten Mal den Cup sicherte, war nach eher durchwachsener Vorrunde nicht unbedingt absehbar gewesen. „Das war schon ein bisschen überraschend“, bestätigte Elmar Müller, der 1. Vorsitzende des Ausrichters VfL Olympia Duderstadt.

Müller hatte nicht nur wegen der äußerst positiven Zuschauerresonanz beste Laune. Dem Publikum wurden technisch ansprechende und faire Partien geliefert, so dass die Unparteiischen Niclas Langhans (Duderstadt) und Markus Dluzinski (Westerode) nur wenig Mühe hatten. „Die Spieler wissen schon, wie sie sich zu benehmen haben und wie weit sie gehen dürfen“, lobte Dluzinski den sportlichen Umgang miteinander.

Am Sonnabend mussten die Schiedsrichter nicht eine Zeitstrafe verhängen, am Finalsonntag nur zwei, eine davon wegen eines Torwarthandspiels außerhalb des Strafraums. Apropos Torhüter: Ausgerechnet zwei Schlussmänner – die jedoch normalerweise im Feld agieren – sicherten sich die Torjägerkanone. Cedric Gries (SG Rhume) und Daniel Ebers (VfB Sattenhausen) waren sieben Mal erfolgreich, hauptsächlich durch kernige und platzierte Distanzschüsse.

„Wo ist jetzt euer Jubel?“

Die Teams der Torschützenkönige lieferten sich auch das packendste Turnierspiel. Im letzten Zwischenrundenduell, das über den Finaleinzug entschied, lag Rhume bereits mit 1:3 hinten, ehe Cedric Gries durch seinen Doppelpack die Stimmung beim lautstarken Anhang des Kreisligisten zum Explodieren brachte. Bitter für Sattenhausen – der Kreisklassist musste im gesamten Turnier nicht eine Niederlage hinnehmen, zur Finalteilnahme reichte es am Ende jedoch nicht.

Jubeln konnte hingegen Marvin Krukenberg. „Das wird schwer, Rhume ist eine starke Hallenmannschaft“, hatte der Breitenberger vor dem Endspiel noch zu bedenken gegeben. In diesem brachte Krukenberg seine Farben höchstselbst mit 1:0 in Führung, ehe Germania-Neuzugang Jeton Morina mit dem 2:0 für die Vorentscheidung sorgte.

Nach seinem Tor lief der  ehemalige Spieler der SG an den Rhumer Fans vorbei, die Hände hinter den Ohren, als wolle er fragen: „Wo ist jetzt euer Jubel?“ Der kam wenig später, als der Zweite geehrt wurde.

Von Christian Roeben

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