Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -3 ° wolkig

Navigation:
56 Kinder bei Nachwuchsförderung des JFV Rhume-Oder

Spaß und Verantwortung vermitteln 56 Kinder bei Nachwuchsförderung des JFV Rhume-Oder

Bei der Fußball-Ferienschule des JFV Rhume-Oder den Überblick zu behalten, ist gar nicht so einfach. 56 Kinder und rund 20 Trainer lassen sich von der Sonne, die auf den Wulftener Sportplatz knallt, nicht in ihrem Tatendrang bremsen und geben alles, und das mit riesigem Enthusiasmus.

Voriger Artikel
SG Lenglern empfängt TSV Bremke/Ischenrode
Nächster Artikel
Auf SVG-Areal am Sandweg wird künstliches Grün verlegt

Dribbling und Torschuss sind fester Bestandteil des Fußballschul-Programms.

Quelle: Schauenberg

Wulften. „Die Kinder spielen sogar in den Pausen weiter“, sagt Jonas Nachtwey mit einem Schmunzeln. Der 18-Jährige, der in der A-Jugend des JFV kickt, absolviert beim Eichsfelder Verein sein Freiwilliges Soziales Jahr. Zu seinen Aufgaben gehört es auch, den sieben-bis zwölfjährigen Teilnehmern, die den JFV-Stammvereinen Bilshausen, Lindau, Wulften und Hattorf angehören, das notwendige fußballerische Rüstzeug zu vermitteln.

Und so feilt der Nachwuchs, der einheitlich gekleidet ist, unter den wachsamen Augen der Juniorcoaches an Dribbling, Torschuss und seiner Koordination. Mit Ex-Stützpunkttrainer Kenneth Schuler hilft auch ein externer Übungsleiter mit. „Wir versuchen alles zu vermitteln“, sagt Carsten Kamrad, stellvertretender sportlicher Leiter des JFV.  „Es ist schön zu sehen, wie die Kinder ihre Fähigkeiten immer weiter verbessern und auch noch großen Spaß dabei haben.“

Genau darum geht es Kamrad und den Trainern in der Hauptsache. Zwar ist das Programm der viertägigen Fußballschule recht straff – fast jeden Tag stehen drei Einheiten auf dem Plan – doch Leistungsdruck oder Zwang gibt es nicht. Auf das Einhalten gewisser Regeln legt Kamrad bei aller Lockerheit dennoch wert. Nach dem Mittagessen, das gemeinsam eingenommen wird, muss jeder seinen Teller wegräumen, auch mit schmutzigen Schuhen in die Kabine zu gehen ist nicht gerne gesehen. „Das sind eigentlich Selbstverständlichkeiten, aber selbstverständlich ist das trotzdem nicht mehr“, weiß Kamrad, der die Pause nutzt, um sich ein schattiges Plätzchen zu suchen.

Eine Ruhepause wollen die meisten Kinder gar nicht machen. Auch wenn gerade Erholung angesagt ist, schnappen sich die Kids einen Ball und legen los – die Begeisterung ist groß. „Viele sind schon zum vierten oder fünften Mal dabei“, berichtet der stellvertretende sportliche Leiter. Das gilt auch für die jungen Trainer. Einige haben früher als Teilnehmer mitgemacht, nun sind sie selbst verantwortlich. „Dadurch lernen sie unheimlich viel“, weiß Kamrad. Neben der Verbesserung der fußballerischen Fähigkeiten sollen auch die Sozialkompetenz und das Verantwortungsbewusstsein geschult werden. „Das ist für uns ganz wichtig“, unterstreicht Carsten Kamrad.

Lukas Böttcher erklärt seiner Gruppe unterdessen die nächste Übung. Bereits in den vergangenen beiden Jahren hat der 17-Jährige Hattorfer als Ferienschultrainer mitgewirkt. „Die Arbeit mit den Kindern macht mir viel Spaß. Ich hatte auch schon überlegt, Grundschullehrer zu werden“, erklärt der Blondschopf, bevor er dem Nachwuchs Tipps in Sachen Dribbling und Torabschluss mit auf den Weg gibt.

Zur zwischenzeitlichen Stärkung stehen Obst, Kuchen und Brezeln bereit, die die Eltern gebracht haben.  Gerade für diejenigigen Familien, die nicht in den Urlaub fahren, sei das Fußballferienschulen-Angebot attraktiv. „Die Kinder sind von morgens bis abends bei uns und treiben Sport. Manche Mütter haben mir schon berichtet, dass ihre Kinder anschließend schon um 19 Uhr ins Bett fallen“, verrät Kamrad mit einem Schmunzeln.

Ein Abschlussturnier darf auch diesmal ebenso wenig fehlen wie der Besuch eines Bundesligaspiels. Dort können die Stars von morgen hautnah miterleben, was die Stars von heute mit dem Ball anstellen können.

Von Christian Roeben

©Schauenberg

Zur Bildergalerie
Voriger Artikel
Nächster Artikel
Göttingen gegen Vechta - das BG WarmUp
Noch mehr Fußball