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Anna Riedel fühlt sich im Sportinternat wohl

Mädchenfußball Anna Riedel fühlt sich im Sportinternat wohl

Alles richtig gemacht, kann sich Anna Riedel sagen. Die 15-jährige Rollshäuserin wechselte im August des Jahres zu  den Fußball-U-17-Juniorinnen des FF USV Jena, wohnt dort im Sportinternat und geht auch dort zur Schule.

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Nicht zu stoppen: Anna Riedel (rechts) läuft seit Sommer für die U-17-Juniorinnen des FF USV Jena in der Bundesliga auf.

Quelle: Gloth

Jena/Eichsfeld. „Es ist mir richtig leichtgefallen, nach einer Woche war ich drin“, erzählt Riedel, die zweimal pro Tag mit dem Team trainiert, aber auch ihr Schulpensum nicht vernachlässigen darf: „Manchmal ist es schon ganz schön anstrengend, aber es macht alles total viel Spaß.“ Zu Hause in Rollshausen bei ihren Eltern und Brüdern war sie in den vergangenen Monaten auch schon. Sie genoss die Zeit im Eichsfeld sehr, fuhr aber ohne Murren zurück nach Jena. „Ich fahre gern wieder hierher zurück“, erklärt Anna am Telefon zwischen zwei Trainingseinheiten.

 
Mit ihrer Zimmerkameradin Mara, keine Fußballerin, sondern eine Leichtathletin, läuft alles bestens. Die beiden jungen Damen verstanden sich auf Anhieb. „Es ist wirklich alles super hier. Die Stadt ist toll, ich habe schon ganz viele neue Freundinnen gewonnen. Besser geht es gar nicht“, versichert Anna.

 
Und sportlich – sportlich gehört der FF USV Jena zu den Spitzenteams der Liga, belegt hinter dem 1. FFC Turbine Potsdam den zweiten Platz. Allerdings hat die Riedel-Crew ein Spiel weniger absolviert, kann sich im Top-Match am Sonnabend, 12. Dezember, gegen Tabellenführer Potsdam vor eigenem Publikum die Führung erobern und dann ganz beruhigt in die Weihnachtspause gehen.

 
Vor ihrer befristeten Rückkehr in die Heimat steht für Anna Riedel allerdings noch ein weiteres sportliches Highlight an. „Wir fahren mit der Schule noch eine Woche in die Skifreizeit“, berichtet die 15-Jährige. Seitens des Vereins werden diese Aktivitäten nicht so gern gesehen: „Natürlich ist immer ein Risiko dabei, aber ich hoffe, dass nichts passiert.“

 
Innerhalb der Serie ist sie bislang von Verletzungen verschont geblieben, hat bis auf eine Partie  immer in der Startelf gestanden. Und auch schon ein Tor geschossen. Überwiegend im Mittelfeld wird sie von ihrer Trainerin Anne Pochert eingesetzt. „Ich habe aber auch schon hinten gespielt“, so Riedel, die flexibel einsetzbar ist. Der Leistungssprung von der Bezirksliga in die Bundesliga ist ihr nicht schwergefallen. „Ich bin ja auch schon immer zu den Auswahlen gefahren, deswegen war der Sprung nicht so schwierig“, gibt sich die Eichsfelderin selbstbewusst.

 
Wünsche das bevorstehende Weihnachtsfest betreffend hat sie nicht, freut sich aber unglaublich auf die Zeit, die sie mit ihrer Familie und den ehemaligen Mitschülerinnen vom Eichsfeld-Gymnasium verbringen kann. „Die vermisse ich schon sehr, denn die Zeit am EGD war einfach nicht zu toppen.“ Sie wiederum wird von einem Familienmitglied sehr vermisst: „Ich glaube, mein Papa, der vermisst mich schon sehr.“ Und aus diesem Grund wird Familie Riedel auch im kommenden Jahr den einen oder anderen Besuch in der Lichtstadt ganz fest einplanen.

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